Donnerstag, 19. Dezember 2019

Die grosse Body-Building Bibel - ein Buch von Arnold Schwarzenegger


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(Hinweis: alle Links im Beitrag sind keine Affilliate-Links!, führen aber jeweils auf die Seite des Verlages bzw. Autors)

(Quelle: riva Verlag)


 (Link führt zum Shop des riva Verlages; KEIN Affilliate Link!)

Arnold Schwarzenegger mit Bill Dobbins
Erschienen: Oktober 2019
Softcover, 672 Seiten
riva Verlag, ein imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
ISBN: 978-3-7423-0958-7
(UVP) € 39,99 [D] 



Zum Autor:

Arnold Schwarzenegger – was für ein toller Typ! 1947 in der Steiermark geboren ist er als Schauspieler weltweit bekannt geworden. Siebenfacher Mister Olympia, Bodybuilder aus Leidenschaft, das ist und war seine Passion. Und zuletzt noch Gouverneur von Kalifornien. Was für eine Karriere. Er ist und bleibt wohl der erfolgreichste Bodybuilder der Welt.

Mit seinen Büchern zum Thema Bodybuilding wurde er zum Bestsellerautor und das zu Recht.


Inhalt:


5 Teile, 27 Kapitel und 672 Seiten erwarten den Leser. Gut strukturiert und untergliedert wird das Wissen rund um Bodybuilding Seite für Seite erweitert. Von der Einführung ins Thema, über Trainingsprogramme, Übungen für bestimmte Muskelgruppen, Wettkampf bis hin zu Gesundheit & Ernährung fehlt es inhaltlich an nichts.


Rezension:

Das Buch beginnt ganz klassisch mit einem Vorwort, dem direkt eine Einführung folgt. Hier landet man direkt in Teil 1. Der Autor erzählt von der Entstehung und auch Entwicklung des Bodybuildings und umreißt seine eigene Trainingserfahrung. Am Ende von Teil 1 wird nochmal der Unterschied zwischen einem Training im Studio und dem Training zu Hause dargestellt und wichtige Hinweise für Trainingsanfänger gegeben. Wie alles im Buch ist jedes der Kapitel für sich sehr umfangreich.

Teil 2 des Buches befasst sich mit den Trainingsprogrammen. Nach den erläuterten Grundprinzipien in Kapitel 1, die unter anderem beschreiben, welche Anzahl Sätze und Wiederholungen für ein effektives Training notwendig sind, werden hier auch verschiedene Übungen dargestellt. Dabei sind neben einer ausführlichen Beschreibung auch Fotos und Bilder vorhanden, die das Verstehen erleichtern. Wie in den meisten Büchern über Krafttraining ist ebenso das Ziel der Übung formuliert.

Wie sich ein Grundtraining aufbaut, berichtet Arnold dann ab Seite 130. Übungsprogramme sind in Tabellenform dargestellt, ebenso wie unterschiedliche Trainingsprinzipien für Fortgeschrittene. Bereits hier wird sehr deutlich, dass sich dieses umfassende Werk sowohl an Anfänger, als auch an Fortgeschrittene Sportler richtet. Isolationstraining, Negativwiederholungen, Supersätze,1-10-System – im Buch ist alles ausführlich erläutert und einprägend beschrieben. Nach den Grundlagen geht es dann noch auf knapp 20 Seiten um das Wettkampftraining. Auch hier wieder Theorie in Form von Erklärungen und ergänzend Trainingstabellen mit genauen Angaben zu Sätzen und Wiederholungen der einzeln eingebauten Übungen.

Im dritten Teil des Buches werden die Übungen für die einzelnen Muskelgruppen thematisiert. Schultern, Brust, Rücken, Arme, Oberschenkel, Waden und last but not least der Bauch. Jede Muskelgruppe wird einzeln und sehr ausführlich behandelt. Dabei sind die Kapitel gleichermaßen aufgebaut. Zuerst werden der Muskel bzw. die Muskelgruppe beschrieben, danach deren Hauptfunktion umrissen. Im Anschluss gibt es einen kleinen Exkurs den Muskel betreffend mit der Erzählung darüber, wie dieser wirkt und zu welcher Zeit er besonders gerne dargestellt wurde. Danach wird trainiert: Grundtraining, Fortgeschrittenentraining und natürlich auch Wettkampftraining werden behandelt.  Ebenso werden Schwachpunkte erläutert, damit jeder hier nochmal gezielt nachlesen kann, worauf im Zweifel zu achten ist. Das Buch ist hier in diesem Teil nicht nur mit Fotos bestückt, sondern ebenso mit schematischen Zeichnungen. Gerade beim Darstellen einzelner Muskeln und Bereiche und deren Bezeichnung ist das enorm hilfreich. Dies wäre auf reinen Fotos nicht so zu erkennen.

Im vorletzten Teil des Buches, Teil 4, widmet sich der Autor voll und ganz dem Wettkampfthema. Das wichtigste, das Posing, wird direkt in Kapitel 1 beschrieben und dargelegt. Eindrucksvolle Wettkampfbilder von Arnold aus früheren Zeiten lassen es kaum zu, das Buch zur Seite zu legen. Man empfindet durchweg Ehrfurcht vor der Leistung, die Arnold Schwarzenegger damals vollbracht hatte.

Um das Werk abzurunden, widmet man sich in Teil 5 dem Thema Gesundheit, Ernährung, Diät und Pharmaka. Begonnen mit den Bereichen Ernährung und Diät wird auch aufgezeigt, wie man zu- oder abnehmen kann und welche Wettkampfdiät denkbar wäre. Hier spielen viele Erfahrungen des Autors ins Thema hinein, die er mit dem Buch an die Leser weitergeben wollte. Zum Thema Gesundheit gehören auch Prävention und natürlich die Behandlung im Falle von Verletzungen. Hierzu kann man alles im Kapitel 4 vom 5. Teil nachlesen. Nicht unter den Tisch gekehrt wird schließlich das Thema Anabole Steroide und ergotrope Mittel. Damit der Leser versteht, worin die Unterschiede bestehen und um was es sich überhaupt handelt, werden die Mittel zuerst kurz beschrieben. Auch die medizinischen Auswirkungen stellt man schonungslos dar. In diesem letzten Teil des Buches wird neben dem ordnungsgemäßen Gebrauch dieser Mittel auch der Missbrauch aufgezeigt.

Register und Bildnachweis schließen das Buch letztlich.


Mein Fazit:

Meine Güte, was für ein Buch! Hält man es in den Händen, hat man das Gefühl, bereits die erste Krafttrainingseinheit bewältigt zu haben. Wahnsinn, wie ausführlich und detailliert dieses Werk das Thema Bodybuilding behandelt, wie mineziös alles Seite für Seite ein großes Ganzes ergibt.

Ich selbst habe vor vielen Jahren mit dem Krafttraining begonnen und es begleitend zu meiner Lauferei auch immer beibehalten. Und es hat mir schon sehr oft geholfen, anspruchsvolle Läufe zu bewältigen. Und es hilft mir auch immer wieder, Schwächen im Bewegungsapparat und damit verbundenen Problemen vorzubeugen. Seit ich eine gestärkte Mitte habe, habe ich so gut wie keine Rückenschmerzen mehr. Seit ich kräftige Beinmuskulatur habe, geht es mit den Höhenmetern beim Laufen viel besser. Meine Schwäche immer noch die Schulterpartie. Aber auch das wird noch werden. Wie im Buch beschrieben braucht man für den Muskelaufbau viel Geduld und noch viel mehr Training, gezieltes Training. Das Buch wird mich hier sicher gut unterstützen und im Krafttraining begleiten.

Wer einen Blick ins Buch werfen möchte, kann dies beim riva-Verlag tun. Dort ist ein kleiner Auszug zum Lesen hinterlegt.

Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir kostenfrei und ohne Erwartung der Veröffentlichung einer Rezension vom Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Auf den Inhalt der Rezension hatte der Verlag keinerlei Einfluss und hierzu auch keine Vorgaben gemacht, ebenso erfolgte weder Revision noch das Lektorieren meines Blogbeitrages.

Bilder aus dem Buch "Die grosse Body-Building Bibel" vom riva Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.


Montag, 9. Dezember 2019

Mein erster MEGAMARSCH in Freiburg

Megamarsch - hört sich nach was Großem an und ist es auch. Wobei ich ja im Grunde den kleinen bewältigt hatte. 50 km in maximal 12 Stunden. Das war die Aufgabe, die Challenge, das Ziel. Und ich hab es geschafft. Nach nicht ganz 10 Stunden war ich im Ziel, 8 Stunden und 56 Minuten reine Bewegungszeit, plus ein Stündchen Pause, verteilt auf 5 Verpflegungsstationen.

Die Strecke war zuvor zum Download auf der Seite des Veranstalters eingestellt worden. Eine gut 53 km lange Strecke um Freiburg mit einigen Höhenmetern.



Für die Navigation hatte ich mir die Strecke sowohl auf die Uhr geladen, als auch Komoot auf dem Handy installiert. Man weiß ja nie. Doch notwendig war es nicht. Die Strecke war vom Veranstalter super ausgezeichnet und man konnte stets den Pfeilen und Schildern folgen, um am Ende das Ziel zu erreichen. Auch waren so viele Teilnehmer dabei, dass man zu keiner Zeit alleine laufen musste.

Ich hatte mich für die 8 Uhr Startgruppe angemeldet. Da ich sehr schnell gehe, wollte ich nicht in der ersten Gruppe starten, da man bei diesem Marsch von einer etwas niedrigeren Geschwindigkeit ausgeht und an die auch die Öffnungszeiten der Verpflegungsstände angepasst waren.

Los ging es also um 8 Uhr in Freiburg. Wir hatten im Gegensatz zur Gruppe von 7.30 Uhr das Glück, dass zu dem Zeitpunkt schon die Dunkelheit verschwunden war. Die Stirnlampen wurden beim Einchecken zwar kontrolliert, denn sie und ein Handy gehörten zur Pflichtausstattung, wir haben die Lampe aber früh nicht mehr benötigt.


Der Startschuss fiel und alle der Gruppe setzten sich in Bewegung. Hätte man es nicht besser gewußt, hätte es ein wenig an einen Flüchtlingsstrom erinnert oder eine Völkerwanderung.


Das Wetter war regnerisch prognostiziert und um so erfreuter waren wir alle, dass wir bis am Abend keinen Tropfen Regen abbekommen hatten. Stellenweise schien sogar die Sonne! Aber es war auch oft sehr windig. Früh um 8 Uhr gestartet, hatte ich  noch die Jacke an und das Stirnband zum Schutz der Öhrchen. Auch Handschuhe waren für mich notwendig. Aber nicht lange schon beim ersten Verpflegungsstand, an dem wir nur kurz die Dixis inspiziert hatten, hab ich die Jacke ausgezogen und umgebunden. Das Stirnband und die Handschuhe wurden immer wieder an- und ausgezogen, je nach Wetterlage. Immerhin waren es nur 6 Grad.....Bald schon erreichten wir VPS 2. Der wurde eine Minute vor unserer Ankunft geöffnet. Puuuuh, Glück gehabt :) Als wir eintrafen, hingen die Helfer noch die letzten Hinweisschilder auf. Naja, wir waren flott unterwegs, hatten inzwischen schon einige von der ersten Startergruppe 7.30 Uhr eingeholt.


Kurz die Schuhe aus, etwas gegessen und getrunken, Dixi inspiziert und weiter ging es auch schon bald.


Ab da dann immer wieder Hinweisschilder, wie viele Kilometer man schon geschafft hatte. Das war toll, denn so hatte man immer ein wenig Orientierung und Aufmunterung....der Sprüche wegen.


Bei km 25 gab es eine Zwischenstation, die Krombacher Powerstation. Dort stand ein Wagen, voll mit alkoholfreien Leckereien, ähm Trinkereien, der Firma Krombacher. Ich konnte - der Gerste wegen - zwar nichts trinken, aber fand die Idee dennoch toll.


Auch da haben wir - Thorsten, Jeannette und ich - kurz inne gehalten und ein Päuschen gemacht.


Im übrigen war Milan zu dem Zeitpunkt gerade in Freiburg eingetroffen und hat im Hotel noch schnell meinen Koffer abgeholt. Daher haben wir uns dann bei der nächsten Station bei km 30 verabredet. Und weiter ging es dort hin. Durch die Weinberge, einige kleinere Anstiege hoch.


Bei km 30 dann die nächste Verpflegungsstation. Dort dann wie schon erwähnt kam mich mein Mann besuchen. Das war schön :) mehr als die Hälfte geschafft und ihn kurz in den Arm genommen. Er hat mir dann auch ein paar Dinge aus dem Rucksack mitgenommen, die ich nicht mehr brauchte auf den letzten 20 km. Regenjacke, Verpflegung von mir, eine Thermoskanne und Kleinkram.


Weiter ging es dann in Richtung VPS4. Da hat man schon gemerkt, dass es etwas zäher wurde. Die ersten Wehwehchen kündigten sich an. Wir hatten zu dem Zeitpunkt auch noch riesige Anstiege vor uns und das hatte mir für den Moment etwas Sorge bereitet. Und bald schon kamen sie, die ersten Berge, die ersten mühsamen Wegstrecken hoch hinauf.....


Der Blick von oben ins Tal: unbezahlbar! und wunderschön.


                            

Ganz oben angekommen, war das Freude darüber ein Traum. Wir waren alle so erleichtert, das schlimmste wohl hinter uns zu haben.

                                   

Und dann ging es den ganzen Kaiserstuhl auf der anderen Seite wieder runter. Manches mal fragte man sich, warum man da überhaupt drüber kraxeln musste :) Aber so war die Vorgabe, da muss man durch beim Megamarsch. Ist ja kein Wunschkonzert. Beim Abstieg die 35 km Grenze passiert und schon beschlossen, bei der VPS bei km 40 nicht so großartig zu verweilen.


Und ab da zogen sich die Kilometer auch schon immer ein wenig mehr in die Länge, gefühlt natürlich. Doch bald schon erreichten wir km 40 und die Verpflegungsstation. Zum Glück, denn dort wurde uns ja ein Glühweinstand versprochen :) und der war da. Man musste den Glühwein zwar käuflich erwerben, aber das war kein Problem, Hauptsache er war da.


Ab dan dann auch immer wieder schöne Motivationssprüche auf die Straße gesprüht. Ach wie tat das gut....


Nun hieß es, den Rest noch irgendwie zu bewältigen. Bei km 45 war ich noch ganz guter Dinge, merkte die Gebeine aber schon ganz schön. Auch die Jacke habe ich da dann wieder angezogen, denn so langsam kam die Dunkelheit und dadurch auch die Kälte.


Wir quälten uns Kilometer um Kilometer. Und ja, quälen war es auf den letzten Kilometern dann schon. Ab km 46 haben wir sogar die Stirnlampen rausgeholt und ab km 47 war ich dem Heulen so nahe wie zu keinem Zeitpunkt. Es war echt mühsam und ich war innerlich total verzweifelt, wollte nur noch ankommen. Die ersten Bläschen an den Zehen kündigten sich an und ich hatte keinen Bock mehr auf die Latscherei. Dann endlich, das Schild "noch 1 km". Ich hatte es so hergesehnt, denn an dem waren wir am Morgen auf dem Weg zum Start bereits vorbei gelaufen.


Nun war es wahrlich nicht mehr weit. Milan traf ich auf den letzten Metern vor dem Zieleinlauf und war richtig happy: ihn zu sehen und vor allem, es geschafft zu haben.




Ja, ich habe es geschafft und ich bin stolz, sehr stolz sogar! Das soll mir erst einmal einer nachmachen. Ich hab das gut gemacht und konnte am Ende (fürs Foto) sogar noch einen Luftsprung wagen.


Und hab mir neben meinem Finisher-Stempel im Wanderpass und der Urkunde, auf der nochmal schriftlich festgehalten wurde, dass ich mega bin, auch meine Medaille abholen.


Leute, die hab ich mir redlich verdient!! Aber sowas von. Die gebe ich  nicht mehr her, das ist sicher.

Fazit: Der Megamarsch 50/12 in Freiburg war es absolut wert, dabei gewesen zu sein. Ich habe gekämpft, am meisten mit meinem kleinen pelzigen Schweinehund in mir, aber ich hab den Kampf definitiv gewonnen. Ätsch. Die Organisation war für meine Begriffe echt sehr gut, da gab es nicht viel zu meckern. Die Verpflegung top, die Informationen vor und während des Laufes auch mehr als ausreichend. Tolle Teilnehmer, noch tollere freiwillige Helfer, überall auch Rettungskräfte und nie das Gefühl gehabt, allein gelassen zu sein. Einzig ein paar Wegmarkierungen könnte man noch besser gestalten, aber das waren meine ich zwei, die nicht perfekt waren. Und ich würde im Zielbereich einen Caterer bestellen, der den Wartenden/Angehörigen/Abholern die Möglichkeit des Essens und Trinkens beschert. Die saßen dort eher wie bestellt und nicht abgeholt, im Dunklen und in der Kälte und hätten gegen Entgelt sicher gerne das ein oder andere verzehrt, um die Wartezeit zu verkürzen. Auch der Zieleinlaufbereich hätte ausgeleuchtet gehört, ebenso die Fotowand "Finisher". Wir kamen alle im Dunklen an, da es eben jetzt schon früh dunkel wird, haben den Pfeil zum Zielbereich gar nicht gesehen und die Fotos an der Finisher Wand waren voller Schatten und überhaupt nicht schön.

Aber das ist nun jammern auf hohem Niveau. Ansonsten war ich sehr zufrieden. Mit der Veranstaltung und auch mit meiner Vorbereitung und Ausstattung. Die Kleidung von mir war hochwertig, gut gewählt in der Kombi und hat mich super über die 50 km gebracht. Im Rucksack im kommenden Jahr wird sich vielleicht das ein oder andere doch nicht mehr finden, aber viel weniger wird auch  nicht gehen. Der Rucksack war ja von Salomon ein 30 Liter Rucksack und war genau richtig in Größe und Tragekomfort. Gekleidet war ich mit Skiunterwäsche, Kompressionsstrümpfen, einer Softshellhose, einem langen und dünnen Pulli, darüber das Veranstaltungsshirt und meine Maier Sports Jacke, die wind-/wasserdicht (10000er Säule) und dennoch atmungsaktiv war. An den Füßen hatte ich die Salomon Supercross. Aber viel länger hätte ich die nicht tragen wollen. Ich habe auf den letzten 5 km das Gefühl bekommen, dass das Zehenbett hätte einen Millimeter größer sein dürfen. Daher hatte ich am Ende auch eine angedeutet Blase an einer Zehe. Das breite Strick-Stirnband von Odlo war ein Traum, besser als eine Mütze und um den Hals hatte ich ein Buff-Tuch aus einer Kombi Fleece/Stoff. Das hab ich die ganze Zeit getragen. Die Handschuhe waren wärmere von Strauss, die ich auch zum laufen nutze. Allerdings ohne Touch-Finger. Aber das habe ich auch nicht benötigt, da waren die auch schnell ausgezogen.

Einen 50er Marsch kann ich mir wieder vorstellen. Nach meinem Erlebten von Freiburg aber derzeit sicher keinen 100er Megamarsch. Davon bin ich weit entfernt.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Wenn der Wurm mal drin ist.....

....heieieie, dann ist er da und will nicht gehen. Der Wurm ist vermutlich der kleine Bruder dieses großen, pelzigen Tierchens namens Schweinehund....oder auch der Zwillingsbruder. Wie auch immer, aktuell ist seit dem Infekt oder vielmehr seit "nach Berlin" der Wurm drin. So richtig in Fahrt komme ich nicht mit dem Training.

Aktuell hab ich wahnsinnig viel Arbeit und bin unheimlich ausgelaugt. Kennt ihr das? Man kann sich so überhaupt nicht aufraffen, zu nix, nicht einmal zu Sport. Ich lasse mich hier aber gerade treiben, möchte mir keinen Druck aufbauen, hab ja nix zu verrennen, wie man so schön sagt. Also gewähre ich meinem Körper eine kleine Auszeit und mache Sport nur dann, wenn ich es wirklich möchte und auch Freude daran habe. Was solls....

So waren die Laufeinheiten die vergangenen zwei Wochen eher überschaubar:

Immer zu Zeiten mit kleinem Zeitfenster und wenn ich die Kurze von der Grundschule in Wald abholen muss, gibt es auch eine kleine Strecke. Aktuell habe ich mir hierfür einen Route in bzw. um Wald ausgesucht. So konnte ich diese Strecke am 19.11. das erste Mal testen und habe sie für gut befunden.


Memo an mich selbst: lauf die Strecke das nächste Mal bitte anders herum, ist vermutlich einfacher :)

An Tagen, an denen es tagsüber so überhaupt nicht reicht, muss das Laufband herhalten. Aktuell kämpfe ich noch immer damit, dass es die Geschwindigkeit, die ich laufen möchte, nicht halten kann. Warum wissen wir noch nicht, hängt mit dem Motor oder aber mit der Schmierung zusammen. Mal schauen, mein Fitnessstudiomensch hat mir jedenfalls versprochen, seinen Mechaniker nochmal danach schauen zu lassen. Dennoch konnte ich auf dem Laufband 10 km absolvieren.


Gequält habe ich mich jeden Kilometer, das hat man auch an der HF gesehen. Und man sieht eben auch, dass der Körper noch nicht wieder 100% hergestellt ist und bereit für Training. Dennoch gelang mir ein recht guter Tempowechsel: 1 km flott und 1 km gemütlicher. Mit der Durchschnittspace von am Schluss 5:39 war ich zufrieden. Hatte an dem Abend eh frei, da die Jungs da waren und mit Milan seinen Geburtstag feierten. Auf dem Laufband bin ich keinem im Weg rumgegangen :)

Am Dienstag 26.11. dann hab ich Kathleen im Krankenhaus besucht. Da sie ja nicht bettlägerig ist und auch  nix an den Beinen hat, dachte ich mir, die scheuche ich eine Runde mit den Stöcken ums Gebäude. Gesagt getan! Ab km 2 hatte die Gute ganz schön gekeucht und gemeckert, aber am Ende wurden es dann doch 3,4 km Nordic Walking und sie war irgendwie auch zufrieden.


Gut, zwei Tage später kam eine Nachricht mit "du bist nicht mehr meine Freundin", aber da muss man durch als "Hobbytrainer". Sie hatte ganz fies Muskelkater vom Laufen :) war demnach wohl sehr knackig....

Am darauffolgenden Tag war ich arbeiten und hatte noch einige Besorgungen zu erledigen. Es zeichnete sich ab, dass es an dem Tag nicht mehr zu einem Läufchen reicht, obwohl das Wetter eigentlich herrlich war. Also flotter die Besorgungen erledigt. Waren dann immerhin auch 3 km Aktivität.....besser als nix.


Doch getreu dem Motto "erstens kommt es anders...." hat sich dann am Mittag eine Lücke aufgetan. Früher von der Arbeit geflüchtet bin ich noch an den See nach Überlingen gefahren und konnte dort nach langem mal wieder eine Seerunde laufen.


Hier ist der Ausblick echt schön, zumal jetzt aktuell fast keine Touristen mehr da sind. Wie herrlich, so könnte es von mir aus das ganze Jahr sein. Im Sommer ist es dort schier unerträglich, die ganzen Schlappenträger machen einen wahnsinnig.....




Den nächsten Tag durfte dann wieder das Laufband herhalten. 5 km sind es am Ende (nur) geworden, aber auch hier muss man sagen immerhin und besser als nix. Das Tempo war zufriedenstellend und so konnte ich das Ganze positiv für mich verbuchen.


Nach dem Laufbandtraining kam Tanja noch vorbei und wir haben ein kleines Krafttraining absolviert mit anschließendem Saunagang bei uns. Gut hat es Tanja gemacht, fürs erste Mal. Aber auch da kam Tage später die Mail, dass sie ganz fies Muskelkater hat. Mmmmmh, ich scheine wohl Motivator oder vielmehr Aktivator der Muskeln der Ladies zu sein :)

Freitag dann Bootzone bei Franz und anschließend eine Minilücke im Zeitplan. Zwischen Trainingsende bei Franz und Abholen von Marie an der Schule ist nur ein Zeitfenster von 45 Minuten. Also wieder kleine Runde um Wald, diesmal aber wirklich anders herum und es war viel schöner zu laufen.


So, das war es dann auch wieder. Am Samstag früh habe ich mir mit einer blöden Bewegung etwas am Genick und Schulterbereich gezerrt. Sport war nicht denkbar. Heute gehe ich damit nochmal zum Arzt, lasse meine Spur neu einstellen und chiropraktisch eingreifen. Ich hoffe, dass es dann wieder gut wird und ich am Samstag den Megamarsch in Freiburg mit viel Freude absolvieren kann. Von dem werde ich dann kommende Woche berichten. Ich bin schon sehr gespannt, wie der wird.....