Freitag, 28. September 2018

KRAV MAGA für Einsteiger


Werbung




(Quelle: riva Verlag)


(Link führt zum Shop des riva Verlages; KEIN Affilliate Link!)

Darren Levine, John Whitman, Ryan Hoover
1. Auflage 2018 
Softcover, 192Seiten
riva Verlag, ein imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
ISBN: 978-3-7423-0141-3
(UVP) € 17,99 [D] 



Zu den Autoren:

Darren Levine ist Kampfsportler, Unternehmer und Staatsanwalt im Los Angeles County. Bei Krav Maga Worldwide ist er als Cheftrainer tätig.

John Whitman ist ebenfalls Kampfsportler und Trainer für Krav Maga. Whitman hat schon einige Abenteuerromane geschrieben und veröffentlicht.

Ryan Hoover ist Inhaber einiger Krav Maga Worldwide Trainingszentren. Er trainiert erfolgreiche UFC Kämpferinnen wie Justine Kish und hat in North Carolina größere Kampfkunstschulen.



Inhalt:




Das Buch umfasst 191 Seiten. Eingeteilt ist das Buch in 4 große Kapitel. Neben einer Einführung in die Grundlagen werden im Buch nacheinander die Bereiche Angriff, Abwehr und Bodenkampf beschrieben.


Rezension:

Was genau ist Krav Maga? Krav Maga bedeutet Kontaktkampf und wurde von dem ossteuropäischen Juden Imrich Lichtenfeld entwickelt. Dieser war ein guter Athlet vor allem im Boxen und Ringen. Anfang des 20. Jahrhunderts geboren musste er die Nazi-Zeit miterleben und entwickelte durch seine Zeit in einer jüdischen Jugendgruppe in Bratislava diese Kampftechnik, da sie gut im Straßenkampf umsetzbar war. Seither wurde Krav Maga ständig weiterentwickelt.



Nach einer kurzen Einführung, was Krav Maga ist und für wen es sich eignet, beginnt man direkt mit den Grundlagen. Hierzu zählt, klassisch, wie in jeder Sportart, das Aufwärmen. Auch wenn es nicht immer direkt so scheint, ist auch diese Kampfsportart eine enorme Belastung für den Körper. Ein Aufwärmen ist also unerlässlich, nicht zuletzt um Verletzungen vorzubeugen.

Schattenboxen, Gelenkmobilisation und Aufwärmbewegungen - das sind die drei wichtigsten Elemente, die im Buch ausführlich beschrieben werden.


Viele Bilder Bilder beschreiben genau den Bewegungsablauf der einzelnen Übung. Unterstützt mit einer Beschreibung zu den Bildern ist das Anwenden zu Hause einfach und für jeden machbar. 

Für alle, die diese Kampfsportart ausüben möchten, wird ebenso ein Fitnessprogramm empfohlen. Auf den Seiten 58 bis 67 ist ein Trainingsprogramm beschrieben, welches neben Muskeltraining auch Übungen für Stabilität und Haltung sowie das Verbessern der Ausdauer zeigt. 

Im Kapitel 2, Angriff, gibt es zuerst eine kurze Einführung. Techniken werden erklärt, Schwachstellen des menschlichen Körpers gezeigt und beschrieben.


Auf den Seiten finden sich immer wieder grau unterlegte Kästen, in denen Tipps erläutert werden zum jeweiligen Thema. Auf den Seiten beschriebenes wird hier nochmals näher und ausführlicher erläutert. 

Wie schon im Kapitel Abwehr wird auch im Kapitel Angriff wieder mit einer kurzen Einführung begonnen und danach die einzelnen Schlag- und Kampftechniken in Wort und Bild erklärt. Wichtige Hinweise und Häufige Fragen werden für den Leser obendrein noch dargestellt. Auch auf eventuelle Gefahren und Nebengefahren wird hingewiesen. 

Im letzten der 4 Kapitel wird der Bodenkampf beschrieben. Der Aufbau des Kapitels auch hier wieder analog zu den vorherigen. Kurze Einführung, Techniken und dann Anwendungsmöglichkeiten. 


Im gesamten Buch sind immer wieder mögliche Ernstfälle beschrieben. Zu Beginn jeder Technik stellen die Autoren kurz dar, in welcher Situation man sich befindet. So kann man einen ganz klaren Bezug zur Realität und möglichen Angriffen ziehen und sich optimal auf den Ernstfall vorbereiten.

Am Ende des Buches befindet sich schließlich noch ein Glossar, Autorenportrait und ein Register.


Mein Fazit:

Das Thema Sicherheit und Verteidigung vor Angreifern ist meines Erachtens in der heutigen Zeit mehr denn je ein Thema. Immer wieder hört man, dass gerade Frauen angegriffen worden, weil sie das vermeintlich schwächere Geschlecht sind. Mit dem Buch hat man im Ansatz die Möglichkeit, dem entgegen zu wirken. Man kann sich mit teilweise sehr einfachen Techniken vertraut machen und so ein wenig mehr Selbstvertrauen aufbauen, sich im Zweifel wehen zu können. 


Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir kostenfrei und ohne Erwartung der Veröffentlichung einer Rezension vom Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Auf den Inhalt der Rezension hatte der Verlag keinerlei Einfluss und hierzu auch keine Vorgaben gemacht, ebenso erfolgte weder Revision noch das Lektorieren meines Blogbeitrages.

Bilder aus dem Buch "KRAV MAGA für Einsteiger" vom riva Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.


Donnerstag, 27. September 2018

14. Einstein-Marathon Ulm

Pflicht-Irrsinns-Kennzeichnung: Werbung durch Verlinkung und/oder Namensnennung…was für ein Idiotismus, bedenkt man, dass wir mit unseren Steuergeldern das Gehalt solcher Richter und Politiker bezahlen!



Ich war dabei, beim 14. Einstein-Marathon in Ulm. Es war wie immer toll - wenn auch nicht "meine" Veranstaltung. Ich bewundere solche Veranstalter aber immer wieder, wie solche Menschenmassen geordnet und unter Kontrolle gebracht werden können. Hut ab davor! Das ist sicherlich eine organisatorische Meisterleistung.

Ich bin beim Beurer-Halbmarathon an den Start gegangen. Es sollte der letzte HM für dieses Jahr werden und zu Beginn des Jahres war es der Lauf, bei dem ich die 2-Stunden-Marke knacken wollte. Blöd nur, dass ich das schon unerwartet in Sonthofen geschafft hatte. Also galt es, eine neue Herausforderung anzunehmen und zu versuchen, die obligatorische Verbesserung von 6 Minuten umzusetzen. 1:55 wäre meine Wunsch-Zielzeit gewesen, in 1:54 hab ich schließlich gefinisht.


Persönliche Bestleistung, was will man mehr. Ich war happy, wenn gleich auch die Freude ein wenig durch die vielen Läufer überschattet wurde, die ärztliche Hilfe an der Strecke benötigt hatten. Hier kann ich nur sagen, zum Glück gibt es die Rettungskräfte, die ehrenamtlich für uns Läufer immer vor Ort sind und sofort helfen können. Die gesamte Strecke über gab es hier nie ein Defizit. Vielen Dank euch allen, dass ihr uns Läufer hier immer so tatkräftig unterstützt.

Wir sind ja schon am Samstag nach Ulm und hatten im B&B eine Übernachtung mit Frühstück gebucht. Das Hotel ist toll, würde ich jedem uneingeschränkt empfehlen. Es ist unweit des ZOB und man kann die Stadt in 5 Minuten zu Fuß gut erreichen. Alles modern eingerichtet und man hatte sogar, der Läufer wegen, das Frühstück auf 6.30 Uhr vorverlegt. Das kam mir sehr entgegen, denn gerade das frühe Frühstücken und anschließende Verdauen ist extrem wichtig, wenn man lange läuft - bei mir zumindest.

Mit dabei die ganze Familie. Die eigenen Fans sozusagen. Ich sag nur: unbezahlbar!


Die Startnummer hatten wir uns am Samstag auf der Messe abgeholt. Da verlief alles problemlos. Lediglich das Handling mit den bestellten Shirts und der später am Münster stattfindenden Pasta-Party fand ich nicht ganz so geschickt. Hier waren Symbole auf der Startnummer aufgedruckt. Ich musste also den ganzen Tag über die Startnummer mit mir herumschleppen. Ein extra Gutschein wäre mir persönlich lieber gewesen. Aber egal. Dann kurz über die Messe geschlendert und anschließend ab in die Innenstadt.


Ulm ist toll und das Wetter hatte sich ja am Samstag nochmal von seiner besten Seite gezeigt. Viel Sonne, aber an schattigen Stellen auch viel kühl :)

Um 17 Uhr begann die Spätzle-Party vorm Münster. Naja, wir haben uns das geschenkt. Die Wahl der Qual: Spätzle mit Soß in braun und in hell. Würg. Nicht mein Ding. Ich hätte mir "nackte" Spätzle gewünscht, nur mit Schmelzzwiebeln oder Mutschelmehl oder allenfalls noch etwas Käse drüber. Aber so wollte ich die nicht essen, mit fertiger Soße aus der Tüte. Schade, ist doch genau diese sogenannte Pasta-Party vor einem Lauf immer ein guter Ort, um mit anderen Läufern ins Gespräch zu kommen. Alles in allem fand ich die Mitläufer eh komisch. Irgendwie kam ich glaub ich mit den Menschenmassen nicht so klar in Ulm.

Sonntag früh dann ab zum Startbereich an der Messe. Wir haben die ganz normale Bahn genommen, da diese in unmittelbarer Nähe zum Hotel abfuhr. Ich konnte kostenfrei mitfahren, für Milan und Marie haben wir ein Ticket gezogen. Wobei das sicher an diesem Tag keiner kontrolliert hätte. Super war, dass zusätzlich zu den eigentlichen Bahnlinien von den Verkehrsbetrieben noch Sonderbahnen eingerichtet wurden. So kamen alle Läufer doch recht schnell an die Messe.

Der Startbereich war für mein Empfinden das reinste Chaos. Es gab nirgends für mich erkennbar die Kennzeichnung der Blöcke. Am Ende hatte ich mich gefragt, weshalb man überhaupt die Zielzeit hatte angeben müssen, wenn sowieso jeder steht, wie es ihm gefällt. Neben mir standen irgendwann Läufer mit Zielzeit 1: 50 und 2:50, also bunt gemischt. Da dachte ich mir schon, dass die Lauferei ein Kampf wird und so sollte es auch sein. Mit dabei auch bei dieser Veranstaltung ein Pacerteam.


Ich finde das immer toll, wenn so etwas eingerichtet wird. Man hat mit den Pacern eine gute Möglichkeit, sein Zielzeit umzusetzen und bekommt obendrein von diesen Läufern noch die notwendige Motivation die Strecke über. Ich wollte mich eigentlich bei dem 2-Stunden-Pacer für HM einordnen, der war aber im Startblock für mich nicht mehr sichtbar. Irgendwie stand ich dann beim Pacer mit der Zielzeit HM 2:15. Egal, ich mach mein Ding, wie immer und so kämpfte ich mich ganze 10 km Stück für Stück vorbei an langsameren Läufern und versuchte, "meine" Pace zu finden und gleichmäßig zu laufen.


Es gelang mir sehr gut, irgendwann konnte ich den Pacer 2:00 einholen und sogar hinter mir lassen. Glück für mich war, dass ich Gerold, einen Marathon-Läufer, bei etwa km 11 traf. Der hat mich dann ein ganzes Stück "mitgezogen", ohne ihn wäre ich dem Aufgeben nah gewesen. Durch den vielen Wind machte mir ganz schön zu schaffen. Stellenweise war der richtig heftig, dann wieder ganz ruhig und viel Sonne. Ein verrücktes Wetter, fast schon zu verrückt für einen Lauf :)


Aber auch das habe ich gewuppt und so konnte ich wie schon geschrieben meine persönliche Bestzeit einfahren. Ich war sehr froh, als ich über die Zielline kam und auch noch nie so aus der Puste. Lag vielleicht auch daran, dass gerade am Schluss nochmal viele Kurven, eine Menge Pflastersteine und kleine Steigungen die Strecke bestimmten.


Im übrigen hatte vor kurzem auf Facebook der ALZ Sigmaringen motiviert, auch an anderen Läufen wie den Spendenlauf für Karsten Pfeifer, dem verunglückten Triathleten, zu laufen. Mit einem Hashtag #run4karsten auf der Wade würde man sozusagen ein Zeichen setzen. Das wollte ich auch tun, den Lauf in Ulm für Karsten. Da ich aber keine Wade übrig hatte, musste der Oberschenkel herhalten und ich hoffe, er hat gespürt, das ich ihn in meinen Gedanken dabei hatte.


Die Bands auf der Strecke waren nett, aber kein Vergleich zu denen, die in Freiburg waren. Dort war echt Alarm. Damals hatte ich bei manchen Gruppen regelrecht Gänsehaut auf dem Kopf, als ich daran vorbei lief. Alles in allem waren damals auch viel mehr Zuschauer am Straßenrand. Lag aber vermutlich zum einem am Wetter und dann auch an der Tatsache, dass Ulm einen Großteil der Strecke außerhalb von Zivilisation hatte :) In Freiburg lief man nie ganz außerhalb.

Nun gut, im Ziel angekommen begann der Kampf um erste Getränke und etwas Nahrung. Ein heiloses Chaos für mein Empfinden. Keiner der Stände war angeschrieben, also stellte ich mich an irgendeinem Stand an, in der Hoffnung, dort gibt es Wasser. Nee, da nicht, ich war am ISO-Stand und da die nette Helferin überhaupt nicht hinterher kam mit dem Einschenken, habe ich einfach das genommen, was gerade fertig war. Nicht mein Getränk, aber egal, immerhin Flüssigkeit. Dann den Obststand erspäht und ein paar Äpfelchen und Bananen geholt. War ganz lecker und gute Auswahl, auch waren die Obststücke in optimaler Größe bereits zugeschnitten. Leider war das auch alles, was ich auf Anhieb gefunden hatte. Als ich schon raus wollte, um meine Wechselwäsche zu holen, sah ich erst den Stand mit dem Zopfbrot. Also da nochmal schnell etwas mitgenommen und dann raus aus diesem Chaos. Ich fand den Platz dafür unglücklich gewählt, einfach zu klein für so viele Finisher. Die Ausgabe des Wäschebeutels klappte prima. Die Helfer dort waren fix und haben dir direkt den Beutel in die Hand gedrückt.

Dann begann die neue Challenge: erst die Familie suchen (dummerweise hatten wir uns nur kurz im Ziel abgeklatscht und in der Hektik vergessen, einen Treffpunkt zu vereinbaren :( sehr ungeschickt) und danach die Duschen. Es sollte wohl Duschen hinterm Münster (mobil), aber auch welche in einer angrenzenden Schule geben. Leider fand ich keine Beschilderung für die Duschen in der Schule, konnte auch keinen finden, der hier mehr weiß. Gab es einen Infostand um das Münster? Keine Ahnung, ich hatte irgendwann auch keine Lust mehr zu suchen und wollte nur noch raus aus den verschwitzten Klamotten. Also die mobilen Duschen genutzt. War auch ok, ausreichend für eine kurze Dusche. Das Wasser warm, alles soweit sauber. Eine Ablage für mein Duschgel und evtl. einen Haken für die Handtücher wären noch toll gewesen. So ging es aber auch - sehr gut sogar. Frisch geduscht und umgezogen dann los und die Familie gesucht. Diese war dann nicht mehr groß willig, den Nachmittag am und um das Münster zu verbringen. Ich konnte sie gerade noch überreden, schnell eine Kleinigkeit zu essen. Naja, hätten wir uns schenken können, meine Pulled-Pork-Semmel hatte nicht geschmeckt. Das Kraut darin schmeckte nicht wie Weißkraut, sondern wie Sauerkraut. Geht gar nicht! Sauerkraut hat bei Pulled Pork nichts verloren. Egal, war nicht all zu teuer, von daher kann das so abgehakt werden. Die Preise im übrigen für die Verpflegung der Angehörigen fand ich sehr in Ordnung. Hier haben wir schon Veranstaltungen erlebt, die weitaus mehr verlangt hatten. Nach dem Imbiss dann Richtung Auto und heim.


Nun ist er vorbei, mein dritter und letzter Halbmarathon 2018. Von der Zeit her gut gelaufen. Vom Lauf an sich nicht mein Lauf und sicher ein Lauf, den ich zwar allen empfehlen würde, aber für mich selbst nicht so präferiere. Habt ihr im übrigen entdeckt, was ich als Talismann mit dabei hatte? Am Schuh lief ein Glücksbringer mit, ein kleines Holzfigürchen. Das hatten mir Milan & Marie am Tag zuvor in Ulm gekauft und das war wohl bei der Zielzeit das Zünglein an der Waage ;-)

Nun wird es ruhiger hier, keine Wettkampfvorbereitung mehr. Wenn Läufe, dann nur noch für mich und ohne Verbindlichkeit. Vielleicht gibt es dieses Jahr noch einen Silvesterlauf. Wobei, den gibt es ganz bestimmt, nur weiß ich noch nicht, ob dieser allein oder als Wettkampf stattfinden wird. Das entscheide ich live, dann wenn es soweit ist. Wir werden sehen. Diese Woche ist erst einmal Faulenzen angesagt. Wobei, ich war ja schon an der Pole und habe diese nach langer Pause mal wieder entstaubt.


Und ich werde heute mal wieder erste Gehversuche unternehmen. Morgen früh dann Bootcamp bei Franz und fürs Wochenende schau ich mal, ob ich eine kleine Runde dreh.

Montag, 24. September 2018

Letzte Vorbereitungen vor Ulm

Viel gibt es vor einem Wettkampf ja nicht mehr zu tun. Ich für meinen Teil versuche, die Tapering-Zeit gut zu nutzen, nicht ganz die Füße hoch zu legen, sondern abwechslungsreich in Bewegung zu bleiben.

Neben dem Bootcamp bei Franz bin ich aktuell wieder ein wenig aktiver im Sportcenter. So konnte ich schon die letzten zwei Dienstage zum WorldJumping bei Judit gehen und es hat sehr viel Spaß gemacht. Auch Krafttraining binde ich nun wieder mehr ein, auch in der Tapering-Zeit, hier aber mit einem guten Maß.

Sonntag vor Ulm war ich dann nochmal knapp 14 km gemütlich laufen. Ich habe Katja auf ihren ersten langen Lauf begleitet. Sie hatte 18 km auf dem Plan, kam zu mir gelaufen und ich hab sie dann einen Teil der Strecke begleitet, quasi als Streckenentertainer :) Ich weiß ja genau, wie langweilig alleine die Aufgabe "lange Strecke" ist, daher wollte ich sie da unterstützen.


Ungewohnt, mal wieder "so langsam" unterwegs gewesen zu sein, aber eben auch für mich notwendig. Zu Beginn meiner Lauferei sagte Franz zu mir "du musst langsamer laufen, um schneller zu werden". Diesen Satz begriff ich seinerzeit nicht. Inzwischen weiß ich, dass man Grundlagen nur langsam laufend aufbauen kann.

Dienstag dann stand ein kurzer schneller Lauf auf dem Plan. Ich hatte noch einen Arzttermin in Überlingen und nutzte den Umstand, einen Babysitter zu Hause zu haben. Bin dann am See bei tollstem Sonnenschein knapp 6 km gelaufen in meiner angepeilten Wettkampfpace. 


Am Abend dann wie gesagt noch eine Stunde Jumping bei Judit im Studio. Mal so richtig schön ausgepowert. Mittwoch stand Alternativtraining auf dem Plan und ich habe mal wieder unseren Waterrower entstaubt und bin eine Stunde gerudert. Sehr entspannend dieses Geräusch des Wassers im Tank.

Donnerstag nochmal ein kurzer Lauf. Ich hatte mich für 5 x 100 m Steigerungslauf entschieden. Also kurz eingelaufen, dann die 5 Steigerungen über 100 Meter und etwas auslaufen.


Das Ganze in der Geberit-Arena in Pfullendorf. Die eignet sich bestens dafür und ist im Grunde immer öffentlich zugänglich.

Freitag früh dann nochmal Bootcamp. Schon zu Anfang der Woche hatte ich Franz gebeten, nicht so viel Bein zu machen und so haben wir viel für den Oberkörper und die Körpermitte gemacht. Sonst hätte ich nicht teilnehmen können. Mit Muskelkater in den Beinen läuft es sich nämlich nicht so schön.

Donnerstag, 20. September 2018

Trophäen-Board

Im Laufe der letzten zwei Jahre habe ich an einigen Wettkämpfen teilgenommen. Jedes Mal gibt es viele Dinge, die ich mir gerne aufbewahre - als Erinnerung an die schönen Tage. Flyer, Startnummer, Medaillen - all das möchte ich nicht einfach in eine Schublade werfen, sondern all dem einen schönen Rahmen geben. Bislang war alles tatsächlich in einem übergroßen Schuhkarton aufbewahrt, dort, wo es kein Mensch sehen kann. 

Viele Blogger haben schon gezeigt, wie sie ihr ganz persönliches Board für solche Dinge gebastelt haben. Aber irgendwie hat mir nix so richtig gefallen. Also durch den Baumarkt gestiefelt und geschaut, was sich wohl zweckentfremden lässt. Und mit einer Menge Kram und 50 Eur leichter wieder zu Hause angekommen:


Magnete, Aufkleber, Montagekleber, Haken, Metallplatten.....Als Board dient mir tatsächlich ein Regal mit zwei Böden, welches eigentlich als Ablage mit Halterungen an die Wand geschraubt wird. Nicht mal 20 Eur für zwei Böden, das nenne ich - im Vergleich zu anderen magnetischen Platten - ein Schnäppchen.

Die Regalböden werden in jeder Ecke mit einem Loch versehen. Danach die Löcher in die Wand:


Dazu hab ich mir natürlich männliche Hilfe gesucht. So etwas muss Frau nicht selbst tun, auch wenn sie es könnte :)

Angeschraubt wurden die Boards mit langen Schrauben und U-Scheiben. Und dadurch, dass es normal Böden sind und diese unten nochmal einen Rand haben, jetzt praktisch falsch herum an der Wand hängen, hat es noch eine Möglichkeit, S-Haken anzubringen und die Medaillen dran zu hängen.


Da mein Board - Milan und Marie hatten sich am Anfang eines geteilt - schon voll ist, wurde nochmal nachgekauft.


Inzwischen hängt nochmals ein Board unter den beiden hier, etwas versetzt und an der gegenüberliegenden Wand ebenso. Also noch genug Platz für die Wettkampfgeschichte 2019 und weitere Jahre. Mal sehen, wann ich das nächste Board gefüllt bekomme :)

Donnerstag, 13. September 2018

Bergsteigen - Das grosse Handbuch


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 (Quelle: riva Verlag)


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The Mountaineers (Hrsg.)
August 2018 
Hardcover, 624 Seiten
riva Verlag, ein imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
ISBN: 978-3-7423-0265-6
(UVP) € 39,99 [D] 



Über die Herausgeber:

"The Mountaineers" ist ein Alpenverein (Non-Profit-Organisation), die 1906 von Asahel Curtis gegründet wurde. Sein Sitz ist in Seattle, Washington. Mehr als 12.000 aktive Mitglieder verzeichnet der Bergsportverein in den USA. Die Organisation hat zum Thema Bergsteigen schon einige Bücher herausgebracht, unter anderem dieses hier.


Inhalt:



Das Buch ist mit 624 Seiten sehr umfangreich. Es ist alles enthalten, was man fürs Bergsteigen an Wissen benötigt: Grundlagen, Klettern, Bergsteigen, Führung, Sicherheit und Rettung, Wissen über die Berge.

Dazu ist das Buch mit 28 Kapiteln ausgestattet, welche in 6 Teilen untergebracht sind. Nach einem Anhang mit diversen Skalen findet sich am Ende des Buches ebenso ein Glossar, Quellenangaben und den Index für eine gezieltere Suche im Buch.


Rezension:

Im Teil 1 geht es direkt los mit den Grundlagen für Outdoor-Aktivitäten.


In 8 Kapiteln erfährt der Leser alles, was er wissen muss. Ganz egal ob es um Kleidung und Ausrüstung geht, körperliche Vorbereitung, Navigation oder dem grundlegenden Umgang mit der Umgebung, in der man sich bewegt, alles wird ausführlich dargestellt und erklärt.


So zum Beispiel wichtige Kriterien zum Auswahl der Schuhe. Auch die übrigen Kleidungsstücke wie Kopfbedeckung, Jacke, Hose oder Rucksack. Alles wird in gleicher Weise sehr ausführlich erläutert. Viele Abbildungen mit Beschriftung befinden sich im Buch. Ebenso Tabellen mit Vergleichen verschiedener Produkte, so dass man für sich selbst entscheiden kann, was das Beste für sich selbst wäre.


In Teil 2 dreht sich dann alles um die Grundlagen des Kletterns. Seilarten werden ausführlich beschrieben, Knoten gezeigt und Befestigungsmöglichkeiten am Mann dargestellt. 


Die Eigensicherung wird in all seinen Facetten im Buch erklärt und auch hier mit vielen Detailzeichnungen verdeutlicht. 

Im Teil 3 des Buches beschäftigt man sich mit dem Felsklettern. Teil 4 mit Schnee, Eis und Bergsteigen. Auch hier wieder sehr viele ausführliche Beschreibungen, mit Bildern untermalt.


Mit Fotoreihen, die die Bewegungsabfolge zeigen, ist es auch Einsteigern möglich, sich ein Bild davon zu machen. 


Oft finden sich im Buch auch Darstellungen, die zeigen, wie es nicht gehen kann und darf. So hat man hier die doppelte Kontrolle, ob man das Gelesene richtig verstanden hat und anwenden kann.

Im Teil 5 des Buches werden Führung, Sicherheit und Rettung beschrieben. 


Zusammenfassend finden sich hier, und auch an anderen Stellen im Buch, Tabellen/Checklisten, die später sehr hilfreich in der Planung einer Bergtour sein können. Dort zusammengefasst das Wichtigste des jeweiligen Kapitels. 

Im letzten Teil 6 schließlich erfährt der Leser noch einmal alles rund ums Medium Berg. Die Geologie wird dargestellt, vom Schneekreislauf berichtet und aufs Wetter eingegangen. 


Mein Fazit:

Das Buch ist ein sehr beeindruckendes Lehrwerk für Bergsportler, anders kann man das nicht sagen. Die vielen Inhalte und die sehr ausführliche Darstellung machen es zu einem wichtigen Lehr- und Nachschlagewerk für alle, die die Berge lieben. Es richtet sich an Bergsteiger, die ihr Wissen erweitern und ausbauen wollen und ihre Liebe an die Bergwelt verloren haben. Aber auch Neulingen gibt das Buch einen ersten Eindruck, was sie erwartet beim Bergsteigen, was zu beachten ist, worauf es ankommt. Hier würde ich aber sagen, dass das Buch lediglich - gerade bei Unerfahrenen - als Wegweiser dient und einen grundsoliden Bergsteigerkurs nicht ersetzt, aber wegweisend ergänzt. 


Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir kostenfrei und ohne Erwartung der Veröffentlichung einer Rezension vom Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Auf den Inhalt der Rezension hatte der Verlag keinerlei Einfluss und hierzu auch keine Vorgaben gemacht, ebenso erfolgte weder Revision noch das Lektorieren meines Blogbeitrages.

Bilder aus dem Buch "Bergsteigen - Das grosse Handbuch" vom riva Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.


Donnerstag, 6. September 2018

Und weiter geht die wilde Fahrt.........

.........das Training für Ulm, naja ich würde mal sagen, LÄUFT. Ich kann nicht klagen. Sicher, einzelne Tage läuft es besser, andere wieder quält man sich mehr. Aber dennoch bin ich zufrieden und fühle mich aktuell gut vorbereitet auf Ulm.

Am letzten Dienstag war Marie in einer Ferienaktivität. Dieses Zeitfenster konnte ich nutzen für einen Lauf, zumal das Wetter da ein Traum war: Sonne pur!




Ich bin gut 10 km gelaufen, wieder schön durch den Seepark und mit einer Pace, die ich gerne beim Halbmarathon in Ulm durchweg laufen würde.

Dann konnte ich wieder am Donnerstag einen Lauf absolvieren. Hier allerdings erst am Abend, als mein Mann nach Hause kam. Nicht so schön, zumal es neben dem gewittrigen Wetter auch fix dunkel wurde, schneller als ich dachte.


Aber dennoch gut gemeistert und 10 km hingelegt, trockenen Fußes nach Hause gekommen. Und mit dem Tempo nochmal etwas fixer, hatte es ja eilig :)

Dann ein paar Tage Pause. Wobei, ganz richtig ist das nicht. War am Samstagvormittag erst beim Franz zum Bootcamp und im Anschluss noch mit Judit im Studio trainieren, Kraft mal wieder.


Hier hatte ich ja im Frühjahr etwas zu viel des Guten gemacht und mich übernommen. Der Schollenmuskel war beleidigt und der Fuß machte Theater. Jetzt wird es so langsam wieder und ich steige wieder mehr ins Krafttraining ein.

Sonntag konnte ich meinen letzten großen Lauf für Ulm absolvieren. Nicht schön das Wetter, richtig uselig, wie man hier sagen würde. Wobei, zum Laufen eigentlich optimal, einigermaßen trocken, nicht zu warm und angenehm auf der Straße, da nicht viele unterwegs waren.


Aber dann entsprechend langweilig, die fast 23 Kilometer. Gähn, da hätte ich gerne immer jemand dabei. Aber leider aktuell keinen mit meinem Leistungs-/Trainingsstand :( Egal, geht schon. Das Tempo für den langen Lauf etwas gemäßigter, einfach mal nur die Grundlagen trainiert.

Montag ausgeruht und dann am Dienstag den Umstand genutzt, dass aktuell die Schwiegereltern für eine Woche Kinderferienbetreuung aus Chemnitz angereist sind. Toll! So konnte ich nochmal eine kurze, zackige Runde laufen gehen.


Ist ja immer fix erledigt. War im Stadion und habe dort Tempo trainiert. Erst 2 km eingelaufen und danach 6 x 400 Meter in Tempo und dazwischen je 200 Meter Trabpause. Mühsam, aber mal wieder schön. Da muss ich dranbleiben mit dem Training und diese Woche nochmal ins Stadion. Ich merke einfach, dass es wichtig ist und man schnell an Grenzen kommt, lässt man diese Art des Trainings schleifen.

Gestern dann nochmal Krafttraining mit meiner großen Tochter und einer Freundin. Schön wars!


Heute steht wieder ein kurzer Lauf auf dem Plan und am Samstag Bootcamp und Kraft, Sonntag nochmal laufen gehen. Und dann geht es schon weiter und Ulm rückt näher. Vor Ulm gehe ich noch nach Albstadt zu einer Laufanalyse. Das wollte ich schon lange mal machen. Bin gespannt, was dort alles auf den Tisch kommt :)