Montag, 27. August 2018

"Körperlogik verstehen" von Johannes Randolf


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(Quelle: riva Verlag)


Der Schlüssel zu dauerhafter Gesundheit, Beweglichkeit und Schmerzfreiheit
(Link führt zum Shop des riva Verlages; KEIN Affilliate Link!)

Johannes Randolf
1. Auflage August 2018 
Softcover, 208 Seiten
riva Verlag, ein imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
ISBN: 978-3-7423-0625-8
(UVP) € 19,99 [D] 



Zum Autor:

Johannes Randolf (Link führt zur Website des Autors; KEIN Affilliate Link!)  ist Physiotherapeut und hat eine Zusatzausbildung in Osteopathie, Appllied Kinesiology und Craniosacraler Therapie nach John Upledger. Außerdem ist er Trainer für Gyrotonic Expansion System® und Mastertrainer für Gyrokinesis®.  

Bereits zu Beginn des Jahres erschien sein Buch Crawling Fitness (Link führt zum Shop des riva Verlages; KEIN Affilliate Link!), ebenfalls im riva Verlag.


Inhalt:





Das Buch umfasst 205 Seiten. Beginnend mit einem Vorwort und einer Einleitung ist das Buch in 4 große Kapitel unterteilt. Vom Kapitel 1 "Erfolgreich krank" geht es über "Erfolgreich gesund" zu Kapitel 3 und dem Kernstück des Buches "'Der Körperlogik auf der Spur" bis hin zu Kapitel 4 "Gesundheit ist eine Entscheidung". Am Ende des Buches befindet sich neben Literaturempfehlungen und Quellenangaben ein kurzes Autorenportrait.


Rezension:

Direkt zu Beginn des Buches auf Seite 17 gibt der Autor dem Leser eine Art Bedienungsanleitung für das Buch an die Hand. Er umreißt kurz die Inhalte der einzelnen Kapitel, erläutert den Aufbau des Buches.

Danach geht es auch direkt los mit Kapitel 1 "Erfolgreich krank". Wie? Erfolgreich krank? Gibt einem der Autor nun Tipps, wie man sich krank macht? Nein, das Gegenteil ist der Fall. Er beschreibt, was er täglich in seiner Praxis erlebt, welche Menschen ihn besuchen. Er öffnet dem Leser eindrucksvoll die Augen, wie es wirklich läuft, wie betriebsblind jeder in Bezug auf seinen Körper, seine Gesundheit im Laufe der Jahre wird. Schon zu Beginn dieses Kapitels wird einem selbst schnell klar, dass es viele Dinge gibt, die man selbst genau so handhabt und sieht, dass man selbst für seine Gesundheit oder eben Krankheit verantwortlich zu sein scheint. Die Worte öffnen einen die Augen und klären den Blick und das ist wichtig, um letztlich auch die Körperlogik zu verstehen und offen zu sein für die nun folgenden Ausführungen.

Um zu verstehen, woher unsere Probleme kommen, muss man gewisse Hintergründe verstehen. Das beschreibt Randolf sehr ausführlich in Kapitel 1 und unterstützt die Ausführungen immer wieder mit anschaulichen Grafiken.


So zeigt er auf Seite 32, dass die von uns wahrgenommenen Symptome nur die Spitze eines riesigen Eisberges sind, die erfolgreiche Behandlung aber tief im Verborgenen ihren Ansatz findet.

Das Kapitel 2 ist kurz gehalten, beschreibt im wesentlichen die harmonischen Beziehungen innerhalb des Körpers. Danach folgt dann Kapitel 3, das Herzstück des Buches. In diesem Kapitel wird es richtig interessant und das ein oder andere Mal ist man erstaunt, welche Zusammenhänge im Körper tatsächlich bestehen. Muskeln, Knochen, Organe - all diese Dinge arbeiten eng zusammen und ist das eine nicht in Ordnung, kann auch das andere nicht funktionieren. 

Im Buch findet man immer wieder grau hinterlegte Kästen, die das wesentliche des Kapitels hervorheben.


Diese Dinge sollte man gut verinnerlichen, denn mit diesem Wissen arbeitet man im Anschluss an sich selbst. Auf Seite 58 beispielsweise fasst Randolf zusammen, wie ein Muskel funktioniert, welche Grundlagen es hierzu braucht. Hättet ihr gedacht, dass ganze 10 Dinge für die einwandfreie Funktionsweise notwendig sind? Nicht? Schon wieder ein Grund, sich intensiv mit der Körperlogik zu befassen. Denn nur, wer seinen Körper versteht, kann an Defiziten arbeiten! Im Anschluss an diese Zusammenfassungen geht der Autor nach und nach auf die einzelnen Punkte ausführlich ein. Die Beschreibungen sind so formuliert, dass wirklich jeder sie verstehen kann.


Auch immer wieder finden sich Geschichten aus seiner Praxis in dem Buch. Er beschreibt Fälle, die er tatsächlich so betreut hatte und beschreibt, wie falsch man manches Mal mit einer Selbstdiagnose liegen kann. Beim ein oder anderen Fall wird man sich wiederfinden und merkt spätestens dann, dass die Ursache nicht immer dort liegt, wo die Symptome auftreten.

Diese Logik, dass Symptom und Ursache nicht immer zwingend nah beieinander liegen, beschreibt Randolf dann ab Seite 78. Ab da geht er intensiv auf die sogenannte Ursache-Folge-Kette ein. Auch hier werden die Ausführungen unterstützt mit Grafiken.


Durch die Grafiken wird das eben gelesene besser verständlich und man kann noch genauer erkennen, was der Autor meint.In Bezug auf diese Thematik fasst Randolf kurz vor Ende des Kapitel 3 nochmals die wichtigsten Muskel-Organ-Beziehungen zusammen. 


Auch hier sieht man wieder deutlich, dass viel mehr Dinge im Körper zusammenhängen, als man üblicherweise glaubt. Um so wichtiger ist es, den Körper als Einheit zu betrachten und nicht jedes Übel einzeln für sich. Diesen Blick möchte Randolf mit seinem Buch beim Leser stärken und das gelingt ihm sehr gut.

Um dem Leser auch eine Art Arbeitsanleitung an die Hand zu geben, hat er im hinteren Drittel des Buches Übungen eingebaut, die es möglich machen, Defizite selbst zu beheben. Damit jeder Leser das auch nacharbeiten kann, gibt es Bilder zum Text.


Auf diesen sind die einzelnen Übungen gut erkennbar. Außerdem beschreibt er zum Bild stets sehr ausführlich die Vorgehensweise. Von der Mobilisierung der Brustwirbelsäule, dem Feststellen einer eventuellen Beinlängendifferenz bis hin zur Korrektur einer Beckenschiefstellung findet sich einiges an Hilfsübungen im Buch, mit denen man intensiv arbeiten kann.

Im letzten Kapitel des Buches wird der Leser nochmals an die Hand genommen und ihm wird erklärt, wie er die Informationen der vorangegangenen Kapitel für sich nutzen kann. Der Leser wird nochmals ermutigt, einfach den ersten Schritt in die richtige Richtung zu tun und seine Gewohnheiten so zu ändern, dass es dauerhaft einen positiven Effekt auf seine Gesundheit haben wird. Es wird ein Rezept an die Hand gegeben, wie man dazu Step by Step vorgeht.

Mit den Worten

"Gesundheit ist ein essenzieller Bestandteil 
von Zufriedenheit, Freude und Glück."

endet das Buch. Und das ist im Grunde auch die Erkenntnis, die man nach dem Erarbeiten der Inhalte des Buches für sich haben sollte. Jeder ist seines Glückes Schmied, jeder hat seine Gesundheit selbst in der Hand!


Mein Fazit:

Viel gibt es hier glaube ich nicht mehr zu sagen. Die meisten Dinge wurden bereits niedergeschrieben. Das Buch ist ein Türöffner zu sich selbst, zu seinem eigenen Körper und dessen Logik. Jeder, der sich bereits in der Vergangenheit mit seinem Körper auseinander gesetzt hat und schon jetzt alternative Heilungsmethoden für sich nutzt, ist mit dem Buch genau auf der richtigen Spur. Für alle, die wissen möchten, warum eben eine Schmerztablette nicht die Ursache bereinigt, sondern nur das Symptom behandelt, bietet das Buch die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu blicken. Für den, der dauerhaft gesund leben möchte, für genau den ist dieses Buch. Ich kann für das Buch eine klare Kaufempfehlung aussprechen, denn das Buch ist eine wirkliche Bereicherung in meinem Bücherregal.


Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir kostenfrei und ohne Erwartung der Veröffentlichung einer Rezension vom Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Auf den Inhalt der Rezension hatte der Verlag keinerlei Einfluss und hierzu auch keine Vorgaben gemacht, ebenso erfolgte weder Revision noch das Lektorieren meines Blogbeitrages.

Bilder aus dem Buch "Körperlogik Verstehen" vom riva Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.

Samstag, 25. August 2018

Und? Wie lief es nach Sonthofen?

Pflicht-Irrsinns-Kennzeichnung: Werbung durch Verlinkung und/oder Namensnennung…was für ein Idiotismus, bedenkt man, dass wir mit unseren Steuergeldern das Gehalt solcher Richter und Politiker bezahlen!

Man könnte sagen, nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf, denn kaum ist Sonthofen vorbei, geht es auch schon in die Vorbereitung zum HM in Neu-Ulm am 23.9. Eine gute Woche hatte ich mir Ruhe gegönnt, nicht gänzlich Ruhe, aber etwas piano durfte es dann schon sein. Eine kurze Distanz, knapp 5 km, in langsamen Tempo bin ich am Donnerstag nach dem HM in Sonthofen erstmals wieder gelaufen.


Am Samstag dann stand mal wieder eine Runde Bootcamp an, nach zwei Wochen Sommerpause war das eine wahre Freude. Auch Tage später noch, hab ich an Franz gedacht :)

Am selben Abend sind wir noch nach Plauen in die alte Heimat gefahren und dort konnte ich dann am Montag laufen gehen.


Knapp 8 km sind es geworden, aber immer noch mit sehr lockerem Tempo. Ausreichend würde ich sagen. Auch am Mittwoch wurde wieder gelaufen in Plauen, seeeeeeeeeehr früh und ich habe wieder gemerkt, ich bin einfach nicht der Frühläufer. Ich mag es lieber am Tag, wenn die Sonne schon scheint, die Vögel noch mehr zwitschern und auch die Blumen schon die Blüten geöffnet haben.


Donnerstag war dann wohl Wandertag bei uns. Wir, Milan, Marie und ich sind am Vormittag in die Stadt gelaufen, kurze zwei km die Straßenbahn genommen, um zum Bahnhof zu kommen, danach weiter zu Fuß auf den Bärenstein.


Den Bärensteinturm erklommen und Plauen im Rundumblick einmal angeschaut. Wunderschön! Der Gang nach oben war es absolut wert. Danach zurück in die Stadt gelaufen. Am Nachmittag hatte sich dann ergeben, dass mein Papa mit dem Hund eine Runde gegangen ist. Da hab ich mich glatt dran gehängt, irgendwie hatte mein Körper das Signal gegeben, noch im Bewegungsdefizit zu sein :) Da dann auch nochmal, wie am Morgen etwas mehr als 6 km gelaufen.


Gestern sind wir wieder zurück nach Hause gefahren. Aber da hatte ich keine Lust mehr, nach der langen Autofahrt noch in die Laufschuhe zu steigen. Da heute früh dann um 10 Uhr Bootcamp beim Franz auf dem Plan stand, musste ich wieder früh raus zum laufen. Also um 7.30 Uhr los und eine Stunde die 9 km runter gespult. Danach war ich wach :) noch vor dem Duschen könnte man sagen.


Aktuell ändert sich das Wetter und früh ist es schon etwas frisch. Aber noch kein Grund für mich, in die Winterlaufklamotten zu steigen. Neeeeeeeeeein, wir laufen auch früh noch in Tanktop und Shorty und nicht in langer Hose und Rolli. Das müssen wir noch lagen genug. Das wird vor Oktober nicht angelegt, die Winterlaufklamotte.

Mal sehen, wie die kommende Woche läuft, denn da ist der Herr Gemahl wieder beim arbeiten und durch die langanhaltende Ferienzeit der Kurzen ist das Laufen nur am Abend oder ganz früh am Morgen möglich.

Freitag, 24. August 2018

13. Allgäu-Panorama-Marathon in Sonthofen


Pflicht-Irrsinns-Kennzeichnung: Werbung durch Verlinkung und/oder Namensnennung…was für ein Idiotismus, bedenkt man, dass wir mit unseren Steuergeldern das Gehalt solcher Richter und Politiker bezahlen!


Endlich komme ich dazu, von unserem Laufwochenende in Sonthofen zu berichten. Ich kann nur ganz kurz eins dazu sagen:

Es war wundervoll!

Wir sind am Freitag schon angereist und wollten bis Montag dort ein langes Wochenende verbringen. Genächtigt haben wir im Hosten "Zum Schiff" in Bihlerdorf, einem Teilort von Sonthofen. Eine echt urige Location, hat uns fast schon 30 Jahre zurück versetzt, als wir noch im Ferienlager waren.


Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt, trotz der doch sehr minimalistischen Ausstattung. Die Zimmer hatten ein Waschbecken für die "Morgenwäsche" und ein Regal für die Klamotten und dann natürlich ein oder mehrere Betten. Wir waren in einem 4-Bett-Zimmer, darin ein Doppelbett als Hochbett, also oben zwei und unten zwei. Alles selbst gebaut, sehr originell. Bezahlt haben wir für die Nacht im 4-Bett-Zimmer 70 Euro, ohne Frühstück, das war für 6 Euro zubuchbar. Ein fairer Preis.


Die Küche war toll. Zweimal haben wir am Abend dort gegessen und beides Mal war es durchweg super. Eine echte Empfehlung wenn ihr mich fragt.

Mit unserer Ankunft begann für uns auch schon das Event


Für uns der 1. aber im Grunde der 13.

Am Freitag haben wir dann direkt am Mittag unsere Startnummern abgeholt. Das konnte man im oberen Stock des Allgäu-Outlet. Es war gut organisiert und die Helfer waren durchweg freundlich und auskunftsbereit. Richtig schön und so richtig persönlich alles. Anders als in Freiburg, dort war ich eine Läuferin unter 10.000 und hier in Sonthofen eine Läuferin mit Namen, wenn ihr wisst, was ich meine. Insgesamt 1.376 Teilnehmer, das ist fast schon familiär und so hatte man sich das gesamte Wochenende über dort auch gefühlt, als wäre man in einer großen Familie untergebracht.

Mit dem Start erhielt man allerhand tolle Dinge. Unter anderem bekam man vom Allgäu-Outlet ein paar Laufsocken, den Gutschein zur Pasta-Party und auch noch Eintrittskarten fürs Wonnemar. Die kleinen Distanzen bekamen einen 4-Stunden-Gutschein, ich ein Band, welches mich am Sonntag ganztägig zum freien Eintritt berechtigte. Das ist auch eine schöne Idee, so hätte man hier noch ein wenig verweilen und den Tag ruhig ausklingen lassen können. Wir sind aber alle drei nicht so die Wasserratten, von daher hatten wir das nicht genutzt.

Auch toll war das Buch, welches auslag und alles rund um den Lauf nochmal zusammenfasste. Schön wäre es noch gewesen, wenn diese FAQ auch auf der Website vorhanden gewesen wären. Die Mobile Version war etwas schwierig zu händeln, zumindest für mich EDV-Deppen, ich hatte irgendwie das ein oder andere Mal Schwierigkeiten, alles zu finden. Dafür gab es ja aber genug Helfer überall, die konnte man problemlos fragen.

Am Samstag früh habe ich es dann auch zum laufen geschafft und bin einmal kurz um den Block, um mir die Beine zu vertreten.


Ein schönes Stück Natur das Allgäu........das wäre auch eine Gegend, in der ich mich zu Hause fühlen könnte.Grüne Wiesen, tolle Luft, freundliche Menschen.

Am Samstagnachmittag dann waren die Läufe von Milan (5 km) und Marie (Kidsrun 600 Meter). Beide waren sehr aufgeregt. Zuerst war Milan dran. Gestartet wurde am Wonnemar, Ziel war an der Baumit Arena. Dort fand im übrigen auch die zwei Tage lang die Sportmesse statt. Und man konnte sich den Pasta-Teller holen. Bei den größeren Läufen vom Sonntag war ein Gutschein im Startpreis enthalten, für die übrigen Besucher gab es die Portion Nudeln mit Soße zum Kauf für einen sehr schmalen Taler. Da war viel auf dem Teller fürs Geld :) sehr zur Freude von Milan und Marie, meine Nudelkönige zu Hause. Man konnte drei unterschiedliche Soßen wählen, ist toll und auch nicht selbstverständlich. Sahne, Tomate und Bolgonese. Wir hatten zwei Mal Bolognese und konnten nicht meckern über den Geschmack. Die Portionsgröße konnte man wie zu Hause bei Muttern selbst bestimmen. Auch toll!

Der Moderator am Start, übrigens derselbe, der alle Starts moderierte, ein toller Typ, der hat das richtig klasse gemacht.



Marie und ich haben den Papa angefeuert und sind nach dem Start in Richtung Zielgerade gelaufen. Knapp 28 Minuten und er war im Ziel.


Danach ging Marie an den Start und konnte ihre 600 Meter laufen. Von der Baumit-Arena bis ins Stadion. Der Moderator hat die Kids gut entertaint, alle haben sich auf seine Anweisung hin warm gemacht am Start.


Mit am Start das "Voraus-Fahrzeug". Der junge Mann musste ganz schön in die Pedale treten, damit er von den jungen Wilden nicht überrannt wurde :) Im Ziel kam er uns dann völlig erschöpft entgegen ;-) Guter Job!


Marie lief so schnell sie konnte und Peter Steiner, der an der Strecke mit fotografierte, konnte sie im Flug einfangen. Danke Peter!


Ganz toll hat sie das gemacht und ihr hättet sie mal sehen sollen am Start, sie war so nervös, zappelte von einem Bein aufs andere. Und sie hat es geschafft, war ganz stolz am Ende auf ihre Medaille und ihre Beglückwünschung. Jedem der 40 Kinder hat man die Hand gegeben und beim Umhängen der Medaille nochmal einen Glückwunsch ausgesprochen, alle haben geklatscht, bei jedem einzelnen Kind. Sehr toll!


Marie ist gut gelaufen, immerhin ist sie die Vierte von 9 Kindern ihrer Altersklasse geworden.


Meine zwei Schätze waren froh und zufrieden rund um die Läufe und die Veranstaltung. Noch schnell eine Portion Nudeln verdrückt und ein kurzer Fotoshoot vorm Zielbogen und dann ging es wieder in Richtung Bihlerdorf.


Sonntag dann stand mein Lauf an. Auch ich war klar etwas nervös, Pipi hier, Pipi da :) das ist einfach so. Dennoch fühlte ich mich gut vorbereitet und freute mich auf den Lauf. Ich hab mich gegen ein eigenes Getränk entschieden, so warm wie die Wochen zuvor war es ja nicht und bei km 3,5 war bereits der erste Getränkestand. War eine gute Entscheidung, hatte dann am Ende den ersten Stand gar nicht mehr gebraucht. Und auch hatte ich mir vorgenommen, dass ich beim Trinken kurz verweile. Das hat sich als gut herausgestellt, denn laufend trinken ist Mist. Und mal ehrlich, am Ende sind die da verballerten Sekunden nicht ausschlaggebend wie ich finde. Die Anzahl der Verpflegungsstände war mehr als ausreichend und an allen Ständen richtig klasse Helfer. Hier auch nochmal ein herzliches Dank an all die Menschen, die immer und immer wieder in ihrer Freizeit solche Veranstaltungen tatkräftig unterstützen. Ohne die Menschen gäbe es auch keine Laufveranstaltung. DANKE!

Kurz zum Lauf selbst: die Strecke hatte ich mir über Youtube mal angesehen. Da hatte einer, der seine Frau begleitet hatte als Pacemaker (Menschläuft) mitgefilmt. So sah man auch den legendären Anstieg, von dem alle sprachen. Der ist dann doch knapp 200 HM und steht man davor, bekommt man den Mund bald nicht mehr zu. Zu dem Zeitpunkt hat man schon mehr als 12 Kilometer in den Beinen. Ich stapfte über die Wiese und stand dann an der Anhöhe und dachte nur "oh mein Gott, da kommst du nicht lebend hoch und brauchst zumindest oben angekommen ein Sauerstoffzelt". Diese Erkenntnis kommunizierte ich kurz mit dem am Beginn des Berges stehenden Johannitern. Doch die lächelten meine Sorgen nur weg :) und motivierten mich, die Beine in die Hand zu nehmen und den Berg zu erklimmen. Was ich nicht geschafft hatte, war die gesamte Steigung zu laufen. Ich musste, wie die vermutlich gut 460 anderen, den Berg hinauf zügig gehen. Und selbst da habe ich und viele mit mir schon geschnauft wie eine Dampflokomotive. Oben angekommen wurde weiter gelaufen und dann ging es wieder alles auf Schotter bergab. Da brannten die Oberschenkelchen schon sehr. Und auf den Wegen immer wieder diese Wasserrinnen. Hier galt es, extrem aufzupassen, dass man sich nicht vertritt. Dann immer hoch und runter, wieder etwas hoch und wieder etwas runter. Ich würde sagen so bei km 18 war der Spuk dann vorbei und es ging nur noch geradeaus. Aber da dann an der Iller entlang unter praller Sonne. Auch nicht schön. Bei km 19 nahm ich daher nochmal eine Giesskannendusche mit :) ein netter junger Mann hatte diese errichtet, direkt am letzten Getränkestand. Herrlich! Und bitter nötig. Die letzten zwei Kilometer versuchte ich zügig Richtung Zielgerade zu kommen und hoffte da noch immer auf eine Zeit von unter 2 Stunden. In Freiburg im April war es ja leider knapp drüber, aber auch eine gute und verbesserte Zeit zum damals zweiten Halbmarathon. Die Zeit selbst hatte ich da aber schon nicht mehr im Blick und konnte nur hoffen, dass es reicht. Und das hat es :) auch wenn ich es ehrlich nicht gedacht hatte, diese Strecke doch so zügig (für meinen Leistungsstand) voran zu kommen.


Ich bin mit meiner Zielzeit sehr zufrieden, hab ich doch - ohne dies zu erwarten - trotz der Höhenmeter die Sub2 geschafft. Da war ich echt baff! Knapp unter 2 Stunden, aber immerhin noch die 1 vor der Endzeit.


Im Ziel hab ich dann vor Glück erst einmal angefangen, zu weinen, so berührt hatte mich meine Zeit. Milan und Marie hatten es irgendwie geschafft, in den Zielbereich zu kommen und so konnten sie mich in Empfang nehmen. Das war schön :) Im Zieleinlauf bekam ich nicht nur eine Medaille umgehängt, der Veranstalter Axel Reusch, der im übrigen auch einen tollen Laufladen in Sonthofen betreibt, hat JEDEM Finisher die Hand geschüttelt und ihn beglückwünscht. Das ist mal eine klasse Geste und passiert dir nur auf den kleinen Läufen.


Getroffen hab ich in Sonthofen noch einen Lauffreund aus Scheidegg, den ich mit Steffi zusammen im Flixbus nach Freiburg im April kennengelernt habe. Milos ist ein super Typ (Bild oben links) und ich hab mich irre gefreut, ihn wieder zu treffen. Leider musst er seinen Lauf (er wollte den Hörnerlauf machen) absagen, da er sich am Knie wenige Wochen zuvor verletzt hatte. Aber jetzt ist alles wieder gut, Milos trainiert seit ein paar Tagen wieder, wie er mir schrieb.

Nach dem Lauf bin ich Duschen gegangen, da wir anschließend direkt noch ein wenig in Sonthofen schlendern wollten - Eis essen und so. Duschen konnte man kostenfrei im Wonnemar. Das war super, da hier ausreichend Kapazität für alle Läufer zur Verfügung stand. Für den kostenlosen Eintritt musste man das Festival-Bändel vorzeigen :) welches man zusammen mit der Startnummer erhalten hatte.

Und hier nochmal die Zieleinlauffotos, die von Go4it-foto.de gemacht wurden. Auch an dieser Stelle mal ein herzlicher Dank an die vielen Fotografen, die immer wieder auf den Wettkampfstrecken stehen und tolle Bilder knippsen, egal bei welchem Wetter. Bisher hab ich von jeder Veranstaltung tolle Bilder bekommen, die eine sehr schöne Erinnerung an den Lauf sind.


Zusammenfassend kann man sagen, dass die Veranstaltung in Sonthofen richtig klasse war und ist. Ich werde sicher im kommenden Jahr, am 11. August 2019, wieder mit am Start sein. Vermutlich aber bei den 18 km Hörnerlauf mit 1.100 Höhenmetern. Und dann vielleicht sogar mit Milos. Wir werden sehen.

Und Milan hatte ein paar Aufnahmen mit der neuen GoPro zusammengeschnitten und ein Erinnerungsvideo gebastelt mit dem Moviemaker. Danke mein Schatz! Also wer mal schauen mag:


(Musik free von: http://freemusicarchive.org/curator/video?wlexpid=2B77FDFC32CE43A2909045B30CEFCF8D&wlrefapp=5)