Freitag, 30. Dezember 2016

Trainingsalternative 2 für Läufer: EMS

Nachträgliche Irrsinns-Kennzeichnung: Werbung durch Verlinkung und/oder Namensnennung

Trainingsalternative? Das wohl kaum, eher eine gute Ergänzung und das nicht nur für Läufer. Elektronische Muskel Stimulation mit Reizstrom, das steckt hinter den drei Buchstaben.

Schlanker, definierter und muskulöser und das in gerade einmal 20 Minuten pro Woche, das versprechen die Anbieter der Geräte und die Trainer. Aber geht das überhaupt? In so kurzer Zeit mit so wenig Aufwand? Ich würde eindeutig sagen JA, ich bin dafür das beste Beispiel.

Vor über einem Jahr hat es mich so genervt, immer noch die letzten 5 Kilos von meiner zweiten Tochter mit mir herumzuschleppen und noch viel schlimmer, mich ständig dabei zu erwischen, dass ich meine Kinder als Ausrede für meine zu-viel-Kilos heranziehe. Ich glaube, das ist ein Automatismus bei uns Müttern. Wir haben hängende Brüste - wegen der Kinder, einen faltigen und schlaffen Bauch - wegen der Kinder, Zornesfalten - wegen der Kinder, dünne Haare und schlechte Zähne - wegen der Kinder.....man könnte die Liste unendlich fortsetzen. Aber im Grunde wissen wir alle, das ist völliger Nonsens. Wir haben einen dicken Ranzen - weil wir zu viel essen, falsch essen und uns zu wenig bewegen - Punkt! Als ich das irgendwann selbstkritisch erkannt hatte, begann ich, meine Ernährung radikal umzustellen. Angefangen mit der umstrittenen HCG-Kur, wurde nicht nur die Figur nach und nach besser, sondern auch der Blick auf die Lebensmittel und mein Essverhalten.


Heute, über ein Jahr später, ist der Erfolg immer noch derselbe und die Ernährung eine völlig andere. Ich kaufe schon viel bewusster ein, brauche dafür auch viel mehr Zeit. Prüfe jedes Lebensmittel auf die Wertigkeit und nur noch "gute" Lebensmittel verlassen mit mir den Supermarkt.



Das heißt nicht, dass ich nicht auch Naschereien kaufe. Das schon, aber eben nicht mehr jeden Zuckerdreck, ich differenziere hier sehr.


Nach dieser Umstellung und der Gewichtsabnahme habe ich begonnen, ergänzend zu meinem manuellen Training zweimal die Woche im Fitnessstudio, das EMS zu probieren. Für mich selbst hatte ich mir das Ziel gesteckt, nach 10 Mal zu schauen, ob es etwas bewirkt und tatsächlich so gut ist, wie es angepriesen wird. Und da ich immer noch einmal die Woche die Trainerin mit dem EMS-Gerät kommen lasse, könnt ihr euch sicher denken, dass es funktioniert. Warum sonst sollte ich das Geld in diese Art von Training investieren. Durch den massiven Aufbau von Muskeln, ohne Zusatzpülverchen und Tablettchen essen zu müssen, gibt es schlichtweg eine Figurveränderung, die ich persönlich mega finde.

Nun was hat es mit dem EMS auf sich:


Wie schon gesagt, werden beim EMS die Muskeln mit Reizstrom stimuliert. Dadurch soll das Training um ein mehrfaches intensiver sein, als Krafttraining mit Hanteln & Co. Die Impulse lassen sich regulieren, das übernimmt in der Regel während des Trainings der Trainer in Abstimmung mit dem Trainierenden. Jede Muskelgruppe kann vom Gerät separat angesteuert werden.

Ursprünglich kommt diese Art von Training aus dem Reha-Bereicht. So beispielsweise kann man das nach Verletzungen einsetzen. Hat man eine Knieverletzung und darf dieses nicht belasten, kann man dennoch mit dem EMS trainieren, um dem Muskelabbau/-schwund vorzubeugen. Physiotherapeuten nutzen diese Geräte schon seit Jahren. Auch im Leistungssport hat sich das EMS bereits vor Jahren etabliert.

Doch durch EMS-Training kann man nicht nur schneller Muskel aufbauen, sondern auch Verspannungen lösen, Rückenleiden schwächen. EMS als alleinige Trainingsmethode ist aber nicht das Richtige, hier sollte man immer ergänzend auch manuelles Training durchführen im Bereich Kraft und natürlich ergänzend ein Ausdauertraining. Nur in Kombination und als Ergänzung kann man EMS-Training sehen.

Mein Fazit: Das Training mit Strom ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber effektiver, als ich zu Beginn dachte. Mein Muskelanteil ist inzwischen bei 36,5%, mein Körperfettanteil auf 18-19% gesunken. Die Figur hat sich deutlich geformt, vieles ist straffer, die Muskeln sind sichtbar gewachsen. Am Bauchmuskel ist bei mir ein ganz deutlicher Effekt zu erkennen. Daher werde ich weiter EMS-Training machen, ergänzend zu meinem Lauftraining und dem TRX im Studio.

Bild oben: vorher

Bild oben: nach einem Jahr EMS


Mittwoch, 28. Dezember 2016

Lauftraining KW 52

Diese Woche kann ich das letzte Mal vor einer Zwangspause laufen, daher wollte ich zwei Läufe absolvieren, zumal mein Mann gerade zu Hause ist und es sich so besser am Nachmittag organisieren lässt.

Die letzte Strecke, Stockfeld-Herdwangen-Ebratsweiler-Mühlhausen-Aach-Linz, bin ich noch einmal gelaufen. Diesmal hatte sogar fast der Live Track funktioniert. Ich darf das nächste Mal nur nicht wieder vergessen, die mobilen Daten am Handy einzuschalten :) Weiber eben.......da ich mir zum laufen ein Smartphone von meinem Mann ergaunert habe, da ich ja kein Android besitze auf dem die Garmin-App läuft, ist dort eine Prepaid-Sim drin. Da möchte ich nicht unnötig riskieren, dass das Handy ständig irgendwelche Daten teuer über Internetverbindung zieht, daher sind die mobilen Daten immer ausgeschalten. Naja, das nächste Mal dann klappt es bestimmt.....mit dem Live Track.

Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich ganz zufrieden. Eigentlich deshalb, weil ich diesen verfluchten Puls einfach nicht in den Griff bekommen und wieder war es durchaus so, dass ich völlig entspannt zu Hause ankam, des Redens mächtig war und auch nicht hyperventilierte. Das mag mal einer verstehen.


Meine Pace konnte ich wieder ein kleines Stück verbessern, dadurch auch die gesamte Laufzeit. Der Trainingseffekt war durch den hohen Puls (Max. HF 190) wieder mal fürn Allerwertestens. Aber he, wär ja auch langweilig, nun schon "fertig" zu sein und nichts mehr lernen zu müssen. So muss ich einfach über viel Training schauen, dass ich auch das hinbekommen. Viele meinen zu mir, dass sich der Puls im Laufe der Zeit wirklich nach unten reguliert. Vermutlich oder hoffentlich wie die Schmerzen in den Knien. Manche Tage fühle ich mich wie eine alte Frau nach dem Laufen, zumindest was die Knie angeht. Ich creme, salbe, schmotze und so langsam, aber sehr langsam, wird es besser.

Im übrigen, auf dem Bild unten rechts könnt ihr es erkennen, ich bin nun auch laufschuhkaufsüchtig. Ja ich bekenne mich schuldig, bei TKMaxx habe ich ein paar Brooks Transcend 2 bekommen für 49,99 Eur. Neu haben die mal 170 Öcken gekostet. Und ich muss sagen, auch ein toller Schuh. So langsam taste ich mich ans Equipment heran und habe festgestellt, dass jeder Schuh auf seine Art sensationell zu sein scheint. Ich werde nun einfach immer wieder abwechseln, mal sehen was sich da dann beim laufen und den Ergebnissen für ein Unterschied zeigt.

Am Samstag möchte ich ein letztes Mal vor der Pause laufen und hoffe, dass das Wetter mitspielt. Am Dienstag war es so kalt, an vielen Stellen noch gefrorene Flächen, so dass man höllisch aufpassen musste, nicht zu stürzen. Man lief wie auf rohen Eiern.

Samstag, 24. Dezember 2016

Lauftraining KW 51

Es geht dem Jahresende rasch entgegen, heute haben wir schon Heilig Abend. Doch Weihnachten hin oder her, heute haben wir auch Samstag, also LAUFTAG.

Ich hatte mir letzte Woche in Friedrichshafen im Intersport nochmal ein Paar Laufschuhe mitgenommen. Der Brooks Glycerin 13 ist es diesmal geworden. Der Turbo unter den Füßen, so zumindest die Versprechen des Herstellers und die Aussage der Verkäuferin. Die Beratung dort war im übrigen super, zumindest hab ich sie als genau das empfunden.


Im Vorfeld wollte ich mal wieder eine andere, eine neue Strecke laufen. Gar nicht so einfach für Menschen wie mich, die gerne die gut funktionierenden und bestehenden Dinge favorisieren. Ich habe mir dann auf www.meinejoggingstrecke.de eine Strecke ausgeguckt und vorab erstellt. Super ist, dass man hier direkt auch die Kilometer gesamt und von Teilstrecken geliefert bekommt. Genau diese vorher konfigurierte Strecke bin ich dann heute auch gelaufen.

10,49 km
1 Stunde und 4 Minuten
Pace 6:06 min/km


Im Grunde könnte ich mit meiner Zeit zufrieden sein, wäre da nicht wieder dieser dämliche Puls, der bei mir immer so nach oben schießt, dass es schon uneffektiv und vor allem ungesund ist. Null Trainingseffekt, das frustriert total und ich weiß einfach nicht, wie ich das je in den Griff bekommen soll.

Hammer war die Strecke an sich. Die vielen Steigungen haben mir echt was abverlangt.  Nicht nur so ein paar Meterchen Höhenunterschied, 136 m Höhe + und 68 m negativer Höhenunterschied, zwischen 564 und 650 Metern bewegte ich mich.


Im Vergleich mit dem letzten Lauftraining von letzter Woche sieht man aber auch die Verbesserung der Pace. Gut, die ging zu Lasten des Pulses :( aber was soll´s. Vielleicht ist der doch gar nicht wichtig, zumal ich nicht total am Ende bin nach dem Lauf. Ich empfinde den hohen Puls überhaupt nicht als negativ oder gar anstrengend, sehe auch nicht so mitgenommen aus, wie man mit 190er HF aussehen sollte. Vielleicht bin ich diesbezüglich einfach anders als Standard.

Und dann hab ich heute mal noch mein neues Laufshirt getestet, auf Tragekomfort, Wärmeschutz, Nässeableitung und all das.


Warum ich das getestet habe? Ganz einfach, weil ich es mir selbst genäht hatte. Ich bin es einfach leid, die Wahl zu haben zwischen einem Laufshirt aus dem Fachgeschäft für 80 Eur und der schlechten Qualität der Laufshirts aus den Discountern für nen schmalen Taler. Wobei, schmaler Taler ist ja relativ. Das letzte Laufshirt vom Discounter hat genau einen Lauf gehalten. Danach fragte mich mein Mann, ob das Loch so gehört wegen der Belüftung und so. Nee, tat es nicht, die komplette und nur geklebte Naht hatte sich aufgelöst. Die Worte der Verkäuferin beim Zurückgeben "naja, die sind ja nicht für die Ewigkeit gemacht". Hallo? Also wenn die nur einmal halten, dann sollte man die als Einwegklamotte kennzeichnen. Ansonsten darf ich als Verbraucher bitte schön von mehr als einmal Tragen ausgehen können.


Funktion hin oder her, 80 Eur muss ein Laufshirt ohne Tammtamm wirklich nicht kosten. Da verdient nur einer und das ist der Hersteller, der sich seinen Namen teuer bezahlen lässt. Mein Shirt ist aus Funktionsstoff vom www.aktivstoffe.de. Dort kann man sogenannte Überraschungskartons kaufen, bunt gemischt, alles dabei, mit dem notwendigen Überraschungseffekt. Ich hatte Glück und dabei lag nicht nur der schwarze und sehr gute Sportjersey, sondern auch noch ein Mesh in lila. Den habe ich dann für den Einsatz im Shirt verwendet.


Das Schnittmuster ist im übrigen von der Sportserie von kibadoo. Hatte sich bewährt, hab mir hier schon ein paar Shirts im Sommer genäht. Das Shirt hat den Test bestanden, die Nässe wurde gut abgeleitet von der Haut und war dann wie immer im inneren der Jacke, die am Ende des Laufes immer schön vor sich hin tropft :) Die Passform ist sowieso toll, die hatte ich ja während des Nähens immer wieder kontrolliert, passe da ggf. an. Und die Armlänge ist bewusst länger als der Arm, so kann ich es auch mal über die Patschehändchen ziehen.

So, nun setze ich mich mit meinem Müsliriegel untern Tannenbaum und singe Haleluja......Schöne Weihnachten euch allen!

Dienstag, 20. Dezember 2016

Trainingsalternative 1 für Läufer: Spinning

Ein Läufer läuft ja im Grunde immer und auch immer gerne. Da geht es mir nicht anders als den meisten. Doch manche Tage braucht man tatsächlich eine Alternative, sei es, weil man sich einfach nicht aufraffen kann, nach draußen zu gehen oder aber will man schlichtweg nur neue Reize setzen und beispielsweise andere Muskelpartien beanspruchen.

In meinem Fall fehlt so manches Mal die Zeit, am Tag noch laufen zu gehen. Mein Mann kommt jeden Tag erst um 20 Uhr nach Hause, da ist es mir in der aktuellen Jahreszeit einfach schon zu düster. An den Vormittagen kann ich das Lauftraining nicht uneingeschränkt einplanen, da sehr oft berufliche Verpflichtungen vorgehen. Also mussten auch bei mir ein paar Alternativen her. Eine davon ist Spinning, so auch die Emfehlung von Franz, meinem Lauftrainer.

Glücklicherweise habe ich ein befreundetes Paar, dass hier in Pfullendorf ein Sportstudio betreibt. Da ich dort auch im Büro tätig bin, die Buchhaltung erledige und selbst auch trainiere, hab ich Hape gefragt, ob er mir ein solches Profi-Bike ausleihen könnte. Ja klar, war seine Antwort und nur wenige Stunden später stand er mit dem Bus vor der Tür und wir haben das Bike ausgeladen. Klasse! An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank dafür. Da ich am 4.1. eine Operation haben werde, nach der ich ein paar Wochen nicht mein Lauftraining absolvieren kann, kommt mir diese Alternative mehr als gelegen.


Beim Spinning wird die Ausdauer verbessert, die Beine gekräftigt. Die Belastung der Beine ist allerdings nicht so hoch wie beim Laufen, da man teilweise auf dem Bike sitzt und so nicht alle Belastung auf den Beinen liegt. Mit wechselnder Trittfrequenz und Anpassung des Belastungswiderstandes  während des Trainings wird jedes Training individuell. Dadurch kann eine Stunde Spinning durchaus auch ein Lauftraining ersetzen. Das Laufen an sich verbessert Spinning nicht, allerdings werden der Bewegungsapparat, Gelenke und Sehnen mehr geschont als beim Lauftraining und der Läufer hat damit ein zusätzliches Lauftraining. Für mich die perfekte Alternative zum zweiten Lauftraining in der Woche.


Sonntag, 18. Dezember 2016

Lauftraining KW 50

So langsam neigt sich das Jahr 2016 dem Ende zu und bald schon beginnt 2017. MEIN Jahr, so hoffe ich zumindest, denn die Vorsätze sind gefasst, zumindest was die sportliche Seite angeht.

Gestern war mein wöchentlicher Trainingslauf, einfach um dran zu bleiben, auch wenn ich bald schon eine Zwangspause einlegen muss. Das ist wichtig, immer eine Regel zu haben und sich nicht selbst zu bescheißen. Ich gehe laufen, jeden Samstag, 10 km, komme was wolle. So war es beschlossen, so wird es gemacht!

Gestern sind es nicht ganz 10 km gewesen, aber das ist egal. Hauptsache gelaufen. Und gestern hätte man denken können, ich habe Pattex unter den Füßen. Ich hab die Beine nicht hoch bekommen und jeder verdammte Kilometer schien endlos. Kurz gesagt: ich habe mich gequält, jeden einzelnen Meter. Aber auch das ist egal, denn der Weg ist das Ziel.

Gelaufen bin ich wieder weitgehend "meine" Strecke. Von Aach-Linz nach Pfullendorf und zurück. Normal mag ich die sehr, weil sie nicht so sehr von den Autofahrern frequentiert ist. Normalerweise. Gestern war es wahnsinnig nebelig und recht viel los auf dieser Nebenstrecke. Da hatte ich mich dann entschlossen, die Runde andersherum zu laufen. Ich finde es immer wichtig, wenn man außerhalb von Ortschaften gegen den Verkehr läuft, dass die Übersicht der Strecke gut genug ist und man nicht zu spät von Autofahrern erkannt wird, auch wenn man gut sichtbare Laufbekleidung trägt.


Leider hatte ich den Puls mal wieder nicht so gut unter Kontrolle, wie ich es mir gewünscht habe. Am Limit, würde mein Trainer sagen. An diesem Punkt muss ich noch schwer an mir arbeiten, einfach etwas weniger angestrengt laufen. Wobei ich es überhaupt nicht als anstrengend empfinde, der Puls für mich selbst kein Problem darstellt. 


Im großen und Ganzen bin ich aber zufrieden, dass ich trotz der vermeintlichen Bleigewichte an den Beinen, doch einen ganz passablen Trainingslauf absolviert habe. Zeitlich bin ich im Limit und denke, auf das kann man ganz gut aufbauen. Die 10 km in Überlingen am 1. Mai können also kommen, dem sehe ich ganz positiv entgegen. Bis dahin muss Franz einfach noch ein wenig Grundlagentraining mit mir machen, damit ich diese 10 km dann in 50 Minuten schaffe, denn das ist mein erstes Wettkampfziel, welches ich mir gesteckt habe.


Wer aufmerksam hier mit liest, hat sicher am heutigen Post bemerkt, dass die Bilder aus einem anderen Programm heraus entstanden sind. Ich habe mir inzwischen, nicht zuletzt aus Empfehlung meines Trainers, eine Garmin-Uhr zugelegt, eine Forerunner 230 mit HRM Brustgurt. Kein Vergleich zu meiner fast 8 Jahre alten Pulsuhr von Sigma. Die Uhr hat wahnsinnig viele Funktionen, ist technisch auf dem neuesten Stand, arbeitet sauber mit GPS & Co und hat sogar Live-Tracking in Verbindung mit der Mobile-App von Garmin. Da ich ja Blackberry-User bin, hat mir mein Mann nun ein Handy besorgt, dass zukünftig als Laufhandy dient, mit Android. Bin mal gespannt, nächsten Samstag werde ich das Live-Tracking testen und den Heilig Abend mit einem schönen Lauf einläuten, vielleicht laufe ich sogar mit Nikolausmütze :) Über die Garmin Uhr und ihre ganzen Funktionen und Ausstattungsmerkmale berichte ich ein anderes Mal. Vielleicht ist es dann einmal anderen, die in der Entscheidungsfindung sind, hilfreich.

Samstag, 10. Dezember 2016

Ergebnis Lauftraining von heute

Wieder einmal Samstag, wieder einmal Zeit für das wöchentliche Lauftraining. Ich freue mich jedes Mal, dass die Routine bereits Einzug bei mir gehalten hat.

Heute ist Steffi mit mir gelaufen, das hat mich unheimlich gefreut. Sie war die letzten Wochen und nach unserem Testlauf im September, leider sehr viral gebeutelt und hat einen fetten Atemwegsinfekt durch. Da war an Training nicht zu denken. Um so schöner ist es gewesen, dass auch Steffi ihr gestecktes Ziel erreicht hatte am heutigen Tage.


Da ich früh noch arbeiten musste, konnten wir erst um 12 Uhr los. War heute nicht die schlechteste Entscheidung, denn das Wetter war uns hold und die Sonne strahlte, als gäbe es kein Morgen mehr. Wonderful sag ich da nur, so macht Laufen so richtig Spaß.

Die Strecke war die alt bewährte von mir. Gestartet in Aach-Linz bei mir, dann übers Schützenhaus raus Richtung Pfullendorf, Theuerbach, ZG, Bergwaldstraße und zurück am Wald entlang wieder nach Aach-Linz. Für mich genau 10 km und fast dieselbe Strecke wie letzte Woche.

Steffi hat derzeit noch ein wenig anderes Trainingslevel, daher hatte ich ihr vorgeschlagen, sie macht schon nach der Fa. Kramer die Biege und läuft auch am Wald entlang zurück. Sofern es mir gelingt, würde ich sie dann einholen, nachdem ich die 2 km Mehrweg abgelaufen habe und wir könnten den Rest gemeinsam laufen. Doch weit gefehlt, im Positiven für mich. Ich hab die 2 km mehr auf der Uhr gehabt, sie auch eingeholt, schon in Höhe Tautenbronn und sie nochmal oder wieder überholt und abgehängt. Ich habe gemerkt, dass ich einfach mit mehr PS unterwegs bin wie sie. Mein Ergebnis für diese Woche:



Im Vergleich zur letzten Woche konnte ich meine Pace von 6:26/km auf 6:19/km verbessern, das sind 0,2 km/h mehr als in der letzten Woche und das, obwohl ich den ersten Kilometer langsamer als normal mit Steffi lief. Ich hätte nie gedacht, dass kontinuierliches Training sich doch schon so auswirkt, ich bin ganz begeistert.

Und Steffi hat es letztlich auch geschafft und ist angekommen. Für beide ein schöner Lauf.


Heute hab ich dann die Anmeldung für Überlingen am 1. Mai 2017 erledigt. Endlich ein Ziel, auf das ich hinarbeiten kann. Als ersten Wettkampf wird es einen 10er geben, den ich allerdings in einer vornehmen Zeit ablaufen will. Ich möchte auf alle Fälle nicht als drittletzte durchs Ziel krabbeln. Na dann, auf geht´s............Franz muss sich hier wohl oder Übel bereithalten fürs Training.

Dienstag, 6. Dezember 2016

"runners high - Die Lust zu laufen" - ein Laufbuch. Ein Laufbuch?

Werbung



Die Lust zu laufen

Andreas Butz
2002
192 Seiten
Format: 13 x 19,5 cm 
Copress Verlag in der Stiebner Verlag GmbH
ISBN: 978-3-7679-0820-8
(UVP) € 14,90 [D] 



Der Autor Andreas Butz ist ein 1965er, der 1993 das Laufen für sich entdeckte. Seither hat er nicht nur an über 120 Marathons teilgenommen, Ultraläufe und Triathlons gefinisht, sondern ist auch als Buchautor und Trainer sehr erfolgreich. Er ist einer der bekanntesten Experten und Motivatoren für Leistung und Erfolg durch Laufen.

Eigentlich ist Andreas Butz einer wie du und ich, ein ganz normaler Familienvater, der irgendwann beschlossen hat, die Laufschuhe auszupacken. Naja, irgendwie wurde ihm der Beschluss durch ein sehr fragwürdiges Geschenk an Weihnachten, nämlich eine Personenwaage, von seiner Familie abgenommen. Die haben dann beschlossen, er hat es umgesetzt, wollte die Provokation mit der Waage nicht so stehen lassen. Er begann zu laufen.

Schon in den ersten Kapiteln ist das erste Training absolviert, für mich war es das Training der Gesichtsmuskulatur, die sich gar nicht mehr zu entspannen schien. Ich fand mich in vielen Schilderungen wieder, musste geradezu ständig schmunzeln, denn auch ich hatte genau dieselben Erlebnisse zu berichten, wie Andreas Butz in seinem Buch. 

Zitat: "Meine ersten Erfolge wurden jedoch von plötzlich auftretenden Knieschmerzen jäh unterbrochen.

Oh ja, das ist so. Man glaubt überhaupt nicht, was die Lauferei so alles für Nebeneffekte mit sich bringt. Nach den ersten größeren Strecken auf Asphalt hat man das Gefühl, man müsse sich zum Orthopäden begeben und einen Antrag auf Rehabilitation stellen. Tagelanger Schmerz begleitet einen in dieser Phase. Doch aufgeben ist nicht, immer weiter trainieren ist die Devise. Knieschmerzen hin oder her.

Schaut man aktuell aus dem Fenster, ist der Gedanke doch ganz oft der, dass man noch Tausend andere Dinge erledigen könnte, Dinge, die man im warmen erledigen kann, anstatt die Laufschuhe auszupacken und loszulaufen. Ja, die Sache mit dem inneren Schweinehund, die kenne ich nur zu gut, der Autor scheint mir auch. 

Zitat: "Doch die Abschlussrechnung eines Läufers geht nur mit dem inneren Schweinehund, diesem Verbündeten der Trägheit und schlechten Laune."

Er beschreibt in dem Kapitel, wie positiv gerade im Winter doch das Laufen auf die Psyche des Menschen ist. Wir tanken nicht nur das so wichtige Vitamin D, sondern können auch unsere Ausdauer trainieren, das Immunsystem stärken und beugen so Winterdepressionen vor. Ist nicht allein das genug Motivation, zu Laufen? Wir können alle Laufen, von Kindesbeinen an, es gäbe hier für keinen eine Ausrede, es nicht zu tun.

Aber was denn nun, ist das Buch von Andreas Butz ein Laufbuch? Ja und nein. Es ist kein typisches Laufbuch, welches theoretische Ansätze aufzeigt, Trainingspläne abbildet und kluge Ratschläge erteilt. Es ist vielmehr ein Motivationsbuch, ein Buch, welches sich unheimlich gut liest, einen in dem bestätigt, was man tut oder getan hat. Ein Buch, welches zeigt, dass alle dieselben Fehler machen und es überhaupt nicht schlimm ist. Ein Buch, dass einen mitnimmt auf die Reise von Andreas Butz, vom Hobbyläufer zum Marathonbezwinger. Ein Buch, das es wert ist, gelesen zu werden und jeder, der mit dem Laufen beginnt, lesen sollte. Man erkennt sich wieder in dem, was Andreas Butz alles erlebt und wird so motiviert, weiter zu machen, bis man sein persönliches Ziel erreicht.



Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, auf den Inhalt meiner Rezension hatte der Verlag keinen Einfluss, es wurden hierzu keine Vorgaben gemacht.

Bilder aus dem Buch "runners high - Die Lust zu laufen vom Copress Sport/Stiebner Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Trainingsergebnis der Woche

Brrrrrrr, gestern Morgen, als ich los lief war es noch bitterkalt. Ich würde das Wetter mal als "nicht frauenfreundlich" bezeichnen. Trotz Handschuhe und Zwiebellook hab ich die ersten 4 km gefroren, hatte eiskalte Fingerspitzen. Schön ist anders.

Dennoch hatte ich mir vorgenommen, immer am Samstag früh zum laufen zu gehen, um in der Routine zu bleiben oder überhaupt rein zu kommen? Wie auch immer. Meine Wunschseifenblase "einmal die Woche laufen reicht" lies der gute Franz am Freitag schon zerplatzen. "Einmal die Woche Training reicht nicht aus!" Anhand einer Leistungskurve versuchte er mir zu erklären, dass mindestens zweimal die Woche ein Lauf stattfinden muss, um die Leistung auch vom Körper kontinuierlich und mit kleinen Steigerungen abrufen zu können. Also gut, dann eben zukünftig zweimal die Woche. Ich werde neben Samstag nun auch noch am Dienstag das Laufen am Vormittag integrieren. Alternativ, so hat mir der Lauftrainer empfohlen, könne ich auch auf das Spinning Bike und mit dem meine virtuellen Runden drehen. Ob Rudern auch geht? Das gilt es noch zu klären.

Das hier war dann mein Ergebnis für den Samstag:


Da die Runde das letzte Mal nur 9,77 km war und ich die 10er Grenze gerne knacken wollte, hab ich die Strecke in Pfullendorf minimal ausgeweitet und bin per Saldo am Ende auf 10,33 km gekommen.

Diesmal bin ich bewusst ohne Pulsgurt/Pulsuhr gelaufen und ich muss sagen, ich hatte das ersten Mal keinen Druck. Mir macht der Puls unheimlich Druck und ab und an werde ich in Zukunft einfach nach Gefühl laufen, ohne den ständigen Blick auf den Puls und die Sorge ob aerob- oder anaerober Bereich, ob gut oder nicht so gut, ob anstrengend oder lässig.

Mit 1 Stunde und 6 Minuten ist das Ergebnis minimal schlechter als das letzte Mal. Allerdings hatte ich auch "nur" Knieschmerzen nach dem Lauf, der Schmerz in den Beinen blieb aus und das zeigt mir, dass es mit dem Puls schon besser ging, die Ernährung am Vorabend evtl. auch stimmiger war. Also ein Erfolg im vermeintlichen Misserfolg!


Neu ist diesmal auch die kostenfreie App "CascaRun". Leider gibt es einige Features nur in der Bezahl-Pro-Version. Macht aber nix, bis ich meine Laufuhr habe, reicht mir diese App völlig aus. Die ersten drei Kilometer hat sie mir auch immer gesagt, welcher Zeit- und Kilometerwert jeweils erreicht ist. Danach ist das wie schon gesagt nur in der Pro-Version möglich.

So, nun werde ich wieder meinen Körper aufs Sofa schwingen, regenerieren und mein Laufbuch weiter lesen. Obwohl, ist das überhaupt ein Laufbuch? Ich glaube eher ein Laufmotivationsgeschichtendiedaslebenschrieb-Buch trifft es eher. Aber darüber berichte ich in der nächsten Woche, ihr dürft gespannt sein....